der tag begann wie so oft in den letzten 2 wochen regnerisch. doch diesmal war etwas anders: die sonne bahnte sich einen weg durch die dicken, tiefen wolken. wir deutschen mädels saßen zusammen bei den ticas meli und helen und ließen uns frischgebrühten kaffee und tortillas mit nem cremekäseaufstrich schmecken. als die sonnenstrahlen unsere gesichter streiften stand fest: zelte und proviant schnappen und ab zum playa conchal. denn 2 stunden weiter wartet evtl ein wolkenloser himmel auf uns. also hastig nach hause gerannt und die zahnbürste eingepackt, noch ne halbe stunde schlage stehen im supermarkt um das nötige wasser und die (über)lebensmittel zu erwerben und dann ran an die arbeit: an die straße stellen und daumen ausstrecken. hat diesmal zwar ein bisschen länger gedauert bis jemand angehalten hat, aber dann wir wurden eine stunde in unsere richtung mitgenommen und waren unserem ziel etwas näher. weiterreisen hat dann wieder ein problem dargestellt. schien als ob familientag war, denn die männers hatten ihre frauen auf dem beifahrersitz. die finden das nich so gut, wenn mann fremde mädels an der straße aufsammelt. wir mussten also den bus nehmen. letztendlich waren wir bestimmt ne gute stunde länger unterwegs. zum strand wars dann noch ein stückchen zu fuß. ein knietiefer fluß versperrte uns den weg. doch wir ließen uns nich aufhalten. wir waren unserem ziel so nah. bevor der erste regen kam, konnten wir die sonne am strand noch 10 minuten genießen, die wir fröhlich und in muscheln herumrollend verbracht haben. juchee. die herrlichen wellen haben uns mitgerissen und uns ein paar muscheln in den bikini geschmuggelt. so haben wir uns das sammeln gespart ;o)
unerschüttert vom regen bauten wir unsere zelte unter einem palmenblätterdach auf. gut, das eine brach zusammen, was aber nicht an unseren fehlenden kompetenzen im aufstellen von zelten lag, sondern eher an der mangelnden qualtität des wahrscheinlich billigen schlafgemachs.
irgendwann stand dann unser haus am meer. geregnet hat es auch nich mehr. hungrig von der arbeit gab es erst einmal sandwiches und chips. später bekamen wir noch männliche gesellschaft, einen freund von helen. bald wurde dann der cahuita geöffnet, den wir am wasser "nippten". helen beeindruckte uns dann noch mit einer kleinen feuerpois-show. als wir zurück zu unserem proviant wollten, haben wir eine diebstahl feststellen müssen. und als ob es nich dreister ging, war der dieb auch noch da. ein waschbär schaute direkt in den strahl der taschenlampe, die beute (unser brot) noch im maul. vor schreck hatte er allerdings die hälfte auf den weg fallen lassen. ich ganz aufgeregt, weil ich ein putziges tierchen gesehen hab, bin erstmal hinterher. weiß gar nicht was ich gesucht habe. gefunden habe ich aber ein stinktier. die sind ja viel viel kleiner als gedacht. als ob es mein glückstag war, wurde wir später noch von nem wachmann auf einen ameisenbär hingewiesen. nüüüdlich. noch viel viel kleiner als gedacht und meeeegalangsam. der arme. wir standen alle um ihn rum, komische laute von uns gebend und mit fotolichtern blitzend und er konnte nich mal weglaufen.
danach war aber schluss mit tierschau. die nacht über hat es durchgeregenet. es war verdammt heiß mit den 4 mädels. und eine weichere unterlage als der boden wäre vielleicht gut gewesen.
morgens um 6 hatten schon 2 familien und ein paar jungs mit nem fußball zum strand gefunden. es war herrlich! leider nur für eine halbe stunde, denn dann wurde es wieder nass. als es nach drei stunden immer noch nich aufgehört hatte, packten wir unsere sachen zusammen und kämpften uns durch den fluss zurück zur bushaltestelle.
als ich diesmal wieder durchnässt und stinkend in meinem zimmer ankam wollte ich auf keinen fall auf eine warme dusche verzichten...wie gut also, dass ich eine mikrowelle habe :o)
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