Donnerstag, 18. Oktober 2007

tag am meer

seid ihr schon einmal am strand aufgewacht? ich jaaa! (nänä nänä näänää) gut, einige von euch sicher auch ... nach einer durchzechten nacht irgendwo am el arenal zwischen ballermann 1 und 15 (nich wahr, jungs? ):o) bei meiner strandnacht handelte es sich um den wunderschönen playa conchal, der seinen namen den millionen muscheln verdankt, die den sand ersetzen. 4 weitere mädels haben mit mir das zelt geteilt (wer kann jetzt noch mithalten, jungs?).
der tag begann wie so oft in den letzten 2 wochen regnerisch. doch diesmal war etwas anders: die sonne bahnte sich einen weg durch die dicken, tiefen wolken. wir deutschen mädels saßen zusammen bei den ticas meli und helen und ließen uns frischgebrühten kaffee und tortillas mit nem cremekäseaufstrich schmecken. als die sonnenstrahlen unsere gesichter streiften stand fest: zelte und proviant schnappen und ab zum playa conchal. denn 2 stunden weiter wartet evtl ein wolkenloser himmel auf uns. also hastig nach hause gerannt und die zahnbürste eingepackt, noch ne halbe stunde schlage stehen im supermarkt um das nötige wasser und die (über)lebensmittel zu erwerben und dann ran an die arbeit: an die straße stellen und daumen ausstrecken. hat diesmal zwar ein bisschen länger gedauert bis jemand angehalten hat, aber dann wir wurden eine stunde in unsere richtung mitgenommen und waren unserem ziel etwas näher. weiterreisen hat dann wieder ein problem dargestellt. schien als ob familientag war, denn die männers hatten ihre frauen auf dem beifahrersitz. die finden das nich so gut, wenn mann fremde mädels an der straße aufsammelt. wir mussten also den bus nehmen. letztendlich waren wir bestimmt ne gute stunde länger unterwegs. zum strand wars dann noch ein stückchen zu fuß. ein knietiefer fluß versperrte uns den weg. doch wir ließen uns nich aufhalten. wir waren unserem ziel so nah. bevor der erste regen kam, konnten wir die sonne am strand noch 10 minuten genießen, die wir fröhlich und in muscheln herumrollend verbracht haben. juchee. die herrlichen wellen haben uns mitgerissen und uns ein paar muscheln in den bikini geschmuggelt. so haben wir uns das sammeln gespart ;o)
unerschüttert vom regen bauten wir unsere zelte unter einem palmenblätterdach auf. gut, das eine brach zusammen, was aber nicht an unseren fehlenden kompetenzen im aufstellen von zelten lag, sondern eher an der mangelnden qualtität des wahrscheinlich billigen schlafgemachs.
irgendwann stand dann unser haus am meer. geregnet hat es auch nich mehr. hungrig von der arbeit gab es erst einmal sandwiches und chips. später bekamen wir noch männliche gesellschaft, einen freund von helen. bald wurde dann der cahuita geöffnet, den wir am wasser "nippten". helen beeindruckte uns dann noch mit einer kleinen feuerpois-show. als wir zurück zu unserem proviant wollten, haben wir eine diebstahl feststellen müssen. und als ob es nich dreister ging, war der dieb auch noch da. ein waschbär schaute direkt in den strahl der taschenlampe, die beute (unser brot) noch im maul. vor schreck hatte er allerdings die hälfte auf den weg fallen lassen. ich ganz aufgeregt, weil ich ein putziges tierchen gesehen hab, bin erstmal hinterher. weiß gar nicht was ich gesucht habe. gefunden habe ich aber ein stinktier. die sind ja viel viel kleiner als gedacht. als ob es mein glückstag war, wurde wir später noch von nem wachmann auf einen ameisenbär hingewiesen. nüüüdlich. noch viel viel kleiner als gedacht und meeeegalangsam. der arme. wir standen alle um ihn rum, komische laute von uns gebend und mit fotolichtern blitzend und er konnte nich mal weglaufen.
danach war aber schluss mit tierschau. die nacht über hat es durchgeregenet. es war verdammt heiß mit den 4 mädels. und eine weichere unterlage als der boden wäre vielleicht gut gewesen.
morgens um 6 hatten schon 2 familien und ein paar jungs mit nem fußball zum strand gefunden. es war herrlich! leider nur für eine halbe stunde, denn dann wurde es wieder nass. als es nach drei stunden immer noch nich aufgehört hatte, packten wir unsere sachen zusammen und kämpften uns durch den fluss zurück zur bushaltestelle.
als ich diesmal wieder durchnässt und stinkend in meinem zimmer ankam wollte ich auf keinen fall auf eine warme dusche verzichten...wie gut also, dass ich eine mikrowelle habe :o)

tag am meer

Donnerstag, 11. Oktober 2007

einen wunderschönen,
ich war wohl betrunken als ich den letzten eintrag geschrieben hab. waren ein paar sehr viele rechtschreibfehler drin. die hab ich jetzt überwiegend behoben. momentan bin ich ein wenig deprimiert. ich hab die sonne schon länger nich mehr gesehen. die letzten drei tage hat es durchgeregnet. na ja, dafür lässt es sich morgens länger schlafen, weil es nich mehr ganz so warm ist. und weil es nich mehr ganz so warm ist, bin ich gleich mal krank geworden. das findet die jenny doof. Jenny will wieder sonne. dann trocknet die wäsche auch. hab euch noch gar nich vom waschen erzählt. ich geb zu: klingt jetzt nich nach einem allzu interessanten thema...ich erzähl trotzdem mal davon. waschen beginnt mit deckel von der waschmaschine abnehmen, gartenschlauch in die waschmaschine leiten und das kalte klare wasser hineinlaufen lassen. danach waschpulver und wäsche hinzufügen. dann 15 minuten die maschine wackeln lassen. danach jedes wäschestück links herumdrehen und noch mal die uhr auf 5 min drehen. dann ist auswringen angesagt und oldschool-pulver-selber-auswaschen. nein, nicht im fluss. sondern in einer art großem waschbecken. glaubt mir, dass ist anstrengend. eh das waschpulver alles rausgewaschen ist...wenn ich also waschen will, dann heißt es früh aufstehen, denn es ist zweieinhalb stunden lang harte arbeit – unbezahlt ;o). aber was tut man nich alles für saubere wäsche. bis die klamotten trocken sind, verbringe ich den tag mit wäsche umhängen in die sonne aus dem regen, in die sonne, aus dem regen,... so, war das jetzt interessant oder was?


auf den fotos sieht es ziemlich übel aus. der display meiner kamera ist kaputt und da konnte ich leider nich sehen, was für specialfeatures ich eingestellt hatte. tja, das kam bei raus. ist echt nich so schlimm :)

nun gut, dann erzähl ich jetzt mal von unserem freitagsausflug zum nationalpark rincón de la vieja. hab jetzt schon fast mehr nationalparks als strände gesehen...fast. der ablauf war eigentlich wie üblich. wir sind wie immer früh aufgestanden, haben wie immer wenig eintritt bezahlt, sind wie immer ein wenig gewandert und es war wie immer eindrucksvoll. ich hab bäume gesehen, die sind einfach mal riesig, tiere, die es einfach mal nicht gibt in europa und naturschauspiele bewundert, die ich einfach mal als imponierend empfand. da brodeln da verdammt heiße schlammlöcher vor sich her – und das schon seit mehreren 100 jahren. das ist viel viel viel länger, als ich alt bin – oder einer von euch. man soll ja immer so vergleiche machen, damit man sich solche zahlen besser vorstellen kann :o). wir sind ungefähr 3 stunden rumgetapert, haben diesmal sogar ein paar touristen getroffen. pausiert haben wir bei einem minivulkan. das es so was auch gibt. haben wir uns ne weile angeschaut, während wir unsere sandwiches gegessen haben. der starke schwefelgeruch war allerdings etwas irritierend. wir haben uns für den kürzesten wanderweg des rincóns entschieden, wahrscheinlich weil wir uns dachten, dass ich sicher bald regnen würde. hat dann auch angefangen als wir im auto auf dem rückweg waren.
im november gehts erneut zum rincón. dann aber die 8 stunden (hin und zurück) mörderroute hinauf zum krater. mit mir dauerts wahrscheinlich eher 10, aber wir werden es ja erleben.
so 12 uhr. ich bin müde. einige von euch zuhause in D und in CH sind schon aus dem bett gepurzelt. ich gönn mir jetzt noch einen schönen 8-stunden schlaf. vielleicht krieg ich ja bald mal den bericht über die eigenarten der fiestas fertig. noch hab ich zu wenig erfahrung gesammelt ;o)
¡buenas noches!

rincón

Donnerstag, 4. Oktober 2007

tabaco y chanel

ich möchte euch einen kurzen musikalischen einblick gewähren. wie fast alle ticos bin auch ich von diesem lied begeistert. ist auch gar nicht mal so fürchterlich übertrieben "romantisch" vom text her, was ja eigentlich üblich für die lateinamerikaische musik ist (bsp: aventura - obsesion).
im wesentlichen geht es um ...natürlich...die liebe. mr frontsänger erzählt von einer frau mit der er eine nacht verbracht hat. er denkt an diesen abend zurück und erinnert sich an den geruch ihrer haut und den geschmack ihrer küsse (ob weitere intimitäten stattfanden ist interpretationsabhängig). in dem lied beschreibt er diese liebe metaphorisch als eine blume, die nie blühen konnte, aber auch nie verwelkt ist. ach, welch schöne worte. männers: macht das mal nach :o)


bacilos - tabaco y chanel

http://www.youtube.com/watch?v=OcUdwqmGQ6Q