Sonntag, 3. Februar 2008

Marenco (26.11.2007 –30.11.2008)

endlich war das we gekommen, wo es auf zum schulausflug nach marenco, peninsula de osa im süden costa ricas ging. tage vorher haben wir uns die obligatorischen dinge wie taschenlanmpe wasserschuhe, taschenmesser, gummistiefel, fernglas etc. zusammmengeliehen und gekauft (na ja, wer mich kennt, weiß, das ich es mal wieder am abend vorher in letzter minute gemacht habe und der ausdruck „ tage vorher“ schlichtweg eine übertreibung ist). auf gummistiefel musst ich sogar ganz verzichten...egal, ist ja nicht so, dass ich hier noch keine schuhe versaut hätte.
wir 4 deutschen mädels egaben uns dann um 3.20 uhr in den bus nach puntarenas, wo wir liebevoll von 7 ökotourismus-studentinnen in ihrer wg aufgenommen worden. dort haben wir 4 es uns auf 2 matratzen gemütlich gemacht.
um 4 uhr morgens ging es dann weiter dem ziel entgegen. mit dem bus kamen wir nur bis sierpe. Von da aus ging es weiter mit dem speed-boot. uns stand eine einstündige sehr windige fahrt bevor. hier kurz mal einige eckdaten zu dem begnadeten platz an der sonne:
die peninsula de osa reicht vom südwestlichen ende costa ricas weit in den pazifik hinein und wurde von national geographic als der ort bezeichnet, an dem "weltweit das intensivste erleben der biologischen vielfalt" möglich ist. nach unserem aufenthalt konnte ich das sehr gut nachvollziehen. mehr als 400 hektar feuchten mangrovenwalds und 1800 kilometer frischer salzwasser-flüsse, trichtermündungen und nebenflüsse arbeiten mit dem pazifik regelrecht zusammen und sorgen für eine unglaublich üppige artenvielfalt im bereich des unterwasserlebens.
als begrüßung gab es erstmal ein 3 gänge-menü vom feinsten und ein paar infos über die gegend. außerdem wurden wir darauf hingewesen, dass wir unser essen gut verpacken müssen, da die affen in dieser gegend kleine diebe seien. wir wohnten in schicken bungalows, die unseren erwartungen völlig wiedersprachen. jedes bungalow hatte sogar eine großen balkon, auf den man die wundervolle aussicht genießen konnte und den affen beim spielen zugucken konnte.
die folgenden tage vergingen viel zu schnell. wir begannen jeden tag um 5.45 mit der vogelbeobachtung vor dem frühstück. den nachmittag verbrachten wir mit bootfahren, schnorcheln, stundenlanges wandern und tiere und außergewöhnliche pflanzen ausfindig machen. am abend wurden wir vom leckeren essen verwöhnt und als betthupferl gab es noch eine abendvorlesung bzw. -diskussion.
auf diesem schulausflug hatte ich die möglichkeit beim schnorcheln bunte fischschwärme zu sehen und tukane, aras, pizotes, affen, krokodile, teufelrochen,delfine und sogar wale zu beobachten. es war eine der schönsten zeiten im grünen land.



marenco

Samstag, 17. November 2007

endlich urlaub!

zwei wochen nach meinem urlaub kriegt ihr jetzt endlich ein wenig was zu lesen, freunde. ich präsentiere euch stolz mein reisetagebuch, das ich ehrlicherweise nicht jeden tag geführt habe - eigentlich eben grad erst geschrieben hab. ein tag fehlt mir auch irgendwie.
es begann an einem samstag. wir schrieben den 20. oktober. morgens um 7 saß ich mit julia im bus nach san josé. wir vermuteten eine ziemlich lange reise, da es die ganze nacht durchgeregnet hatte und dass die straße hier nicht so vertragen. sorry, dass ich euch mit dem ganzen regengerede langweile. ich würde auch lieber von strahlendem sonnenschein berichten. bald bald. in san josé haben julia und ich ne menge geld ausgegeben, das nachtleben getestet und bei einem gütigen deutschen freund von unserer uni in werni unterschlupf gefunden. komisch war: hier ist jedes zweite geschäft schon weihnachtlich geschmückt. hab sogar schon mit papá noel getanzt.
am folgenden tag war es dann endlich soweit. um 4 gings mit dem taxi in mein 5 sterne domizil, dass ich die nächsten 14 tage bewohnen werde. sensationell: heißes wasser! noch ein paar früchte und etwas fürs frühstück eingekauft. um 8 gings zum flughafen. den willkommenszettel, den ich geschrieben hatte, dicht an die scheibe gepresst, wartete ich 90 minuten, bis die familie endlich durch die türen kam. dann wurde ich 3 minuten gedrückt und geküsst. :)
„bienvenidos liebe harzer“

montag: erste eindrücke von san jose

san josé ist keine schönheit. es ist viel verkehr in den straßen, es sind viele menschen unterwegs, überall abgase und müll. es stinkt. ich mag es dennoch gerne das bunte treiben in den straßen zu beobachten. an jeder ecke findet man ein obstwagen oder einen kleinen kiosk mit leckeren bananenchips. man trifft ständig ticos die einem handytaschen, vasen, keckse, schmuck, uhren, blumen oder lose andrehen wollen. hunde lungern herum. es wird laut gehupt, wenn es mal kurz nich weitergeht. busse quetschen sich durch die engen einbahnstraßen. durch die angsteinflößenden beschreibungen des lonely planets über san josé, vermuteten wir in jedem tico einen verbrecher, der uns jeden moment mit dem messer bedrohen könnte. „okay, wer seinen schmuck abgelegt, den stadtplan studiert, ein wenig bargeld in den socken vergraben und seinen lieben daheim lebewohl gesagt hat, ist bereit für eine erkundungstour durch die große, böse stadt“
sonst bestand der tag darin sich mit essen, geld und nem leihwagen einzudecken. danach waren wir bereit für den urlaub und fürs bettchen. 8 stunden zeitverschiebung gehen ja nicht spurlos an einem vorbei.
san josé eindrücke

dienstag: volcán irazú, cartago, lankaster jardín botánico

dienstag ging es auf zum ersten ausflug. um 7 waren wir mit sonnencreme und mückenspray eingecremt und mit dem lonely planet und dem marco polo bewaffnet. das ziel hieß „volcan irazú“, der höchste im land. nach 2 km war uns klar: so ein navi ist was feines. sonst wären wir sicher noch eine weile herumgefahren, uns gestritten auf welche intuitive richtung wir jetzt hören sollten (denn san josé ist ziemlich tricky) und es hätte wahrscheinlich so geendet, dass wir das auto irgendwo stehengelassen hätten und mit dem taxi nach hause gefahren wären. musste wir zum glück ja nich. mit wandern war nich viel an dem tag. wir könnten nämlich direkt bis hoch zur 3432 meter spitze fahren. und die straßen waren eigentlich gar nicht so schlecht. man könnte sie sogar als „gut ausgebaut“ bezeichnen. oben fanden wir den 300 meter tiefen hauptkrater mit einem durchmesser von 1050 m. daneben befanden sich noch 2 kleinere krater. alles ähnelte einer mondlandschaft. und wollt ihr wissen, woher der name irazú stammt? egal, ich sags euch sowieso. warum? weil ich es weiß! und zwar kommt da von dem idignen wort ara-tsu, welches „ ort des donners“ bedeutet. jaja, die kreativen indianer.
vom vielen staunen haben wir hunger bekommen, so dass wir uns alle einen kaffee und ne große auswahl an kuchen schmecken ließen.
da es noch früh war entschieden wir uns nach cartago zu fahren, ein vorort von san josé. dort steht eine wunderschöne basilica, das heiligtum des landes, mit einer interessanten geschichte. es handelt sich hierbei um die legende der schwarzen jungfrau, la negrita. la negrita ist eine kleine goldene statur der jungfrau maria. ein kleines mädchen namens juana pereira fand sie am 2. august 1635 in cartago. das mädchen versuchte 2mal di statur mit zu sich nach hause zu nehmen, doch beide male tauchte die figur wieder am ursprünglichen ort auf. durch dieses wunder beeindruckt naute die bewohner von cartago an der fundstelle die basílica de nuestra señora de los ángeles. 1824 wurde la negrita zur nationalheiligen ernannt.
jetzt kommts: die schwarze jungfrau wurde 2 mal aus der basilika gestohlen und jedes mal wieder tauchte sie auf dem altar auf. weil das alles so beeindruckend war, werden der negrita nun heilende kräfte zugeschrieben. jedes jahr am 2. august, dem jahrestag der entdeckung, pilgern die gläubigen die 22 km von san josé nach cartago - auf knien! na, da hat die negrita aber ne menge wunden zu heilen. man darf mitmachen...hm – nein danke.
auch als wir in der basilika waren, sahen wir, wie die menschen sobald sie eintraten auf die knie sanken und sich mühsam auf den altar zubewegten. das war ein wirklich rührender andblick. es erschien mir respektlos als tourist dazwischen rumzulaufen und sich die kirche anzuschauen...
also sind wir weiter zum lankaster jardín botánico, um uns näher mit der flora costa ricas zu beschäftigen. über blumen brauch ich euch ja jetzt nichts zu erzählen. ich denk da reicht es sich die fotos anzuschauen :) sind am ersten ausflugstag also ziemlich rumgekommen. morgen ist dann wandern durch den nebelwald angesagt. da wo wir hinwollen soll ein adventure park sein. juchee.
san josé, volcán irazú, lankaster jardín, cartago

mittwoch: adventure park los ángeles cloud forest, heredia

hm...nix mit abenteuer. gut, man konnte ne baumkronentour machen oder alles vom rücken eines pferdes betrachten. leider war uns dasetwas zu teuer, so dass wir uns für den 12$ eintritt für die beiden 4km und 2km langen wanderwege entschieden haben. ein naturführer hätte noch mal 12$ gekostet – pro person. wo gibts denn so was? gruppenführungen, die pro perosn abgerechnet werden....tzz. bevor es los ging haben wir uns noch einen kaffee gekauft. doch das war nicht grad der beste den costa rica zu bieten hatte. die einzigen tiere die wir an dem tag gesehen haben, waren ameisen. nagut, es gab ne kleine futterstation für kolibris. das war ganz hübsch anzusehen.
auf dem rückweg gabs ein wirklich leckeres essen in einer soda, wo wir sehr nett bedient wurden. auf die frage, ob es irgendwo in der nähe eine kaffeefarm zu besichtigen gäbe, hat das mädchen ihren vater geholt, der uns dann durch seine eigene plantage geführt hat. und als wäre das nich genug, gab er uns noch leckere mandarinen mit für die fahrt. ich sag ja, die ticos sind einfach mal zu nett.
los ángeles cloud forest, heredia

donnerstag: die tierwelt manuel antonios

ach, wie ich mich auf manuel antonio gefreut habe. seit tag 1 habe ich gesagt: wir müssen nach manuel antonio! gut, die 3 stunden fahrt dahin sprachen nich gerade dafür, aber mir hat das nichts ausgemacht. als das navi am tag zuvor 69 km bis zum ziel anzeigte waren alle überzeugt, dass es ja gar nicht so weit sein kann. So haben wir uns an jenem morgen auf den weg gemacht und ich war glücklich. schnell fanden wir heraus, dass das km-feld auf dem navi zu klein war um die eins vor der 69 anzuzeigen. letztendlich waren wir inklusive stau 6 km vorm ziel 4 1/2 stunden unterwegs. als wir ankamen hat uns gleich einen netter junger mann angesprochen und uns sich als naturführer angeboten. er hat uns nach seinen angaben nen mächtigen rabatt gegeben. aber gegen 11 euro (auch hier pro person) konnten wir nichts sagen. ich fand auch dass es sich gelohnt hat, denn ohne ihn hätte ich nich so viele tiere gesehen: faultiere, brüllaffen, die äffchen mit dem weißen gesicht, fledermäuse, leguane, die augen eines krokodils, verschiedene vögel, etc. außerdem haben wir noch ne jesus christ echse gesehen. die können übers wasser laufen, wie der jesus. von der echse haben sie auch mal den schatten genommen für die verfilmung eines jurassicpark films. zudem hat er uns einiges über die flora erzählt. ich fands aufregend. für unseren naturführer war es wohl eher ein romantischer spaziergang mit seiner freundin, die er dabei hatte. eigentlich sahen wir aus wie ein paar stalker, die das turtelnde, händchenhaltende und sich küsschenzuwerfende pärchen verfolgen.
nach der führung haben wir uns an einem der fünf strände niedergelassen. benni und ich wollten aber nich gleich beim ersten (der noch außerhalb des parkes liegt) bleiben. wir wollten zum schönsten, der weiter im park lag. dafür mussten wir wieder durch einen fluss den wir zuvor durchqueren mussten. nur dass es 2 stunden früher einfacher war, da der fluss da nur bis zu den knöcheln ging. in meinem übereifer wollte ich schnell rüberlaufen und bin dabei etwas tief eingesunken, so dass meine hose fast ganz nass war. wir wurden darauf hin mit einem boot rüber gefahren. hin und zurück hat uns das 4$ gekostet. wir konnten den hübschen strand, das wunderbare meer und die tollen wellen leider nur kurz genießen, weil wir vor dem einbruch der dunkelheit wieder in san josé sein wollten. doch die 20 minuten im wasser haben sich gelohnt.
nationalpark manuel antonio


hm...der freitag fehlt. steht euch zur freien verfügung!

samstag: rafting (!)

den nächsten tag hatten wir uns für eine raftingtour reserviert. morgens um halb acht wurden wir abgeholt und bis zum rio sarapiquí gebracht. dort gabs die ausrüstung, schwimmweste, helm und paddel und dann stürzten wir uns in den gefährlichen fluss. in unseren gesichtern stand entschlossenheit geschrieben. nichts konnte uns aufhalten. uns lockte das risiko. das war ein erlebnis. ok, der fluß war nicht so reißend wie ich es mir erhofft hatte...wir konnten sogar 3 mal anhalten um schwimmen zu gehen. aber dafür hatten wir einen lustigen kapitän, der uns gleichzeitig noch etwas über die am fluß lebenden vögel erzählt hat. und, oh siehe da, wir haben einen tucan gesehen. hoch oben in einem baum, da hüpfte er. ich konnte meine aufregung kaum zurückhalten, so dass ich einen ungewollt lauten quietscher von mir gab, der den vogel verschreckt hatte. tja, zu dumm für die übrigen touris. eines meiner ziele also erreicht. fehlen nur noch die schildkrötenbeobachtung und das schnorcheln, was ich unbedingt noch erleben muss. auf halber strecke haben wir dann eine pause gemacht, wo die kapitäne der insgesamt 5 boote ananas, orange, banane und melone aufschnitten, die wir dann lecker mit kokoskeksen gegessen haben. zudem bestand die möglichkeit von einer 9m hohen hängebrücke zu springen. ließen sich die menzelgeschwister natürlich nich entgehen. „you might as well jump“ - ürre!
am ziel gabs dann erstmal ein bier und ne mahlzeit. lecka.
den rest des tages haben ich mit dem übrigen menzelsklan versucht in san josé mein geld für eine kamera zurück zu bekommen, die ich in übereile gekauft hatte und deren qualität letztendlich nich vorhanden war. ich mag aber nich weiter drüber reden. das macht mich nur depressiv. :(

sonntag: vulcan barva - eine märchenwelt

vaya. der ausflug auf den vulkan barva war zauberhaft. wirklich märchenhaft. schon die fahrt hoch war mysteriös. eine straße gabs nicht richtig, sondern bestand eigentlich einfach aus vielen großen steinen. der nebel gab den bäumen einen gruseligen „tatsch“. als wir am eingang des nationalparks ankamen war niemand dort. nur ein leerstehendes häuschen. wir haben uns dann also ohne zu bezahlen mutig auf den weg gemacht. was wir sahen war ziemlich eindrucksvoll. etwas was aussah wie riesiger rhabarber (komisches wort. musste nachschauen, wie es geschrieben wird). vermooste bäume die auf bäume wuchsen, die auf bäume wuchsen. ich fand besonders gut, dass ich mit meiner familie dort hingefahren bin, weil sie bis zu diesem zeitpunkt noch gar nicht die wunderbaren seiten der regenzeit kennengelernt hatten – matschige wege! es waren trotzdem alle ziemlich gut gerüstet, außer meine mutter, die mit ihren ballerinas herumgetanzt ist. na ja, nich schlimm. sie hat ja noch ein paar paare zuhause. außerdem hat der gute paps meine ma über die schlimmsten pfützen getragen. ei, wie fein.
als wir am krater waren wussten wir nich, dass wir am krater waren, weil dort drin der anblick eines hübschen sees erbot, in dem man, wenn er nicht so kalt wäre, sogar schwimmen könnte. ich dachte immer so was wäre giftig oder verursacht krebs oder so. wir verweilten ein wenig.
um uns rum schwirrten die ganze zeit die kolibris. aber auf keinem foto konnten wir einen erhaschen.
vulkan barva

zurück im hotel haben wir alles vorbereitet für unserem urlaub vom urlaub.
auf dem plan stand: 4 tage karibikküste.

mo - do: urlaub vom urlaub (ausflug an die karibikküste)

montag: strandtag im wunderbaren puerto viejo

da es in san josé ziemlich kalt ist (24 grad durchschnittstemparatur) und niemand ungebräunt aus einem sonnenland zurückkehren möchte haben wir uns entschieden 3 tage an die karibikküste zu fahren. wir sind erst spät los. wollten mal nich um 6 uhr aufstehen. Na ja, im endeffekt waren alle doch wieder um 6 wach, außer die jenny. die hatte ja schon etwas länger zeit sich an die zeitverschiebung zu gewöhnen. nach nem ausgiebigen frühstück haben wir die road gehittet. unser ziel war zunächst cahuita. nachdem der lonely planet aber werbung für die aus den häusernklingende reggaetöne und den tollen strand vom 5 km weiter liegenden dorf puerto viejo machte, entschieden wir uns doch für das touristenörtchen. Dort haben wir uns in das hotel „la costa de papito“ eingecheckt. Ein wirklich hübsches fleckchen. So wie man sich die karibik vorstellt. Hübsche palmen, kleine bungalows aus holz und mit palmenblääterdächern. auf der terasse eine hängematte und sonne den ganzen lieben langen tag. unser mit zebramuster bezogenen betten wurden mit mosquitonetzen verzieht, was auch nötig war (nur zu blöd, wenn die mücke dann in dem netz ist während man schläft *grummel*). wir waren so beeindruckt von den bungalows, das wir uns gleich entschieden haben noch ne nacht länger zu bleiben. tja, die meiste zeit haben wir dann das gemacht, was man im urlaub eben so macht: im strand gelegen, im sand gespielt, in den wellen getobt, die küste entlanggehen bis es nich mehr weiter geht, salzwasser schlucken, etc...

dienstag: oh, wie "schön" ist panama

auch der nächste tag hat so begonnen. gegen 3 hat sich familie menzel dann auf den weg zur grenze nach panama gemacht. die grenze war nur eine stunde weg und ich musste dringend dort hin um die zollbeamten zu bestechen, damit ich mein visum verlängert kriege. man sagte mir dass mich das ungefähr 10 dollar kosten würde. dort angekommen standen da schon einige leute rum. einer von denen hat gleich unser auto angehalten und gefragt was wir wollen. ich hab also nach den bedingungen gefragt um ein neues visum zu erhalten (hä, das ist jetzt nich so richtig deutsch, oder?) er also: na ja, sie müssen 72 stunden ausreisen oder aber sie geben mir 100 $ und ich regel den papierkram für sie... ich dann: ich hab gehört, dass kostet nur 10$. er dann: nee. wir dann: dann nicht, danke. haben also das auto geparkt, damit ich mit dem zollbeamten sprechen kann. nur benni und ich sind dann zur grenze. auf dem weg hat uns der typ dann noch zugenölt, dass sie uns nich mehr zurücklassen würden, etc. dann fragte ich nach seinem ausweis. hatte er natürlich nich. er dann noch: sie brauchen die zollbeamten auch gar nicht fragen, ob sie ihn kennen würden, weil die nein sagen werden, obwohl sie natürlich kennen....jaja, das lies meine skepsis wachsen. sein letztes angebot war dann noch 75$ aber auch hier hab ich dankend abgelehnt. der zolltyp war sehr nett und meinte nur, dass wenn ich heute noch zurück möchte, dann müsse ich mich beeilen, weil die grenze in 20 min zu macht. um zur gegenseite zu gelangen musste man über eine nicht gerade lückenlose holzbretterbrücke, die mir aufgrund de zeitmangels auch noch ziemlich lang vorkam. benni als mein begleitschutz. auf der anderen seite angekommen, hat die freundliche dame uns auch gleich einen einreisestempel gegeben. da kam dann ein anderer hinzu und meinte: das kostet was. ich so: wie viel? er so: hm....25$. ich so: hat man mir nich gesagt. ich frag da drüben mal nach. darauf hin kam ein weitere typ (sie wurden imme größer irgendwie) und hat uns dann noch mal gesagt: ihr müsst was bezahlen. und außerdem braucht ihr noch nen ausreisestempel. ich so: ich frag erstmal nach und jetzt muss ich mich beeilen, sonst komm ich ncih mehr aus dem land raus. er: ich weiß, ich arbeite mit denen. Ich: haben sie ein ausweis? er: wissen sie, ich spreche nich so gut englisch. dazu muss man sagen, dass er derjenige war, der die ganze zeit über englisch mit mir gesprochen hatte... na ja, letztendlich hatte er auch keinen ausweis und wir sind wieder zurück auf die andere seite, wo ir dann tatsächlch feststellen mussten, dass noch ein ausreisestempel von panama fehlt. miMttlerweile hatten wir nur noch 5 minuten zeit. wieder zurück. ich war schon etwas aufgelöst, von den vielen auf mich einredenen leuten, die geld haben wollten und den zeitdruck und die angst mit den leuten in panama bleiben zu müssen. doch es verlief alles glücklich. die frau hat ohne zu fragen unsere reisepässe gestempelt und als wieder jemand 25$ pro stempel haben wollte hat sie uns weiter gewunken. kurz bevor das gitter bei netten zollbeamten eingerastet war, konnten benni und ich noch durchschlüpfen. der zolltyp hatte schon alle seine sachen zusammengepackt und empfing uns mit einem freundlichen „ endlich“ ruckzuck hatte ich meinen stempel. außer atem habe ich noch gefragt ob ich irgendetwas bezahlen muss, doch der meinte nur: das nächste mal komm einfach ein wenig früher. erleichterung.
doch zu früh gefreut.die nächste überraschung erwartete uns an unserem auto, wo wir wieder von zweien angesprochen wurden, die meinten, dass wir 40 $ bezahlen müssten. der kleinere von denen wurde etwas agressiver und sagte:... or you get a problem! wir haben es geschafft uns ins auto zu setzen und mit einem drohenden „be careful on your way“ davonzukommen. lange story...will ich nich noch mal erleben. hat mir angst gemacht die ganze sache. oh, wie schön ist panama? tzz. nach einem cocktail am abend und einem leckeren steak (auf das wir allerdings 2 einhalb stunden warten mussten) war alles wieder vergessen.

mittwoch: nationalpark cahuita

der mittwoch hatten wir für den nationalpark cahuita reserviert. das ist der einzige nationalpark wo der wanderweg fast durchgängig parallel zum strand verläuft. diesmal war es also kein problem da mit meinen flipflops rumzulaufen. gerne hätte ich geschnorchelt, denn in cahuita befindet sich eines der zwei einzigen intakten korallenriffe costa ricas. leider war es a dem tag zu windig du das meer zu aufgewühlt. mist. diesmal konnten wir auch ohne naturführer viele tiere sehen. affen, faultiere, waschbären, krabben und das übliche. schien als sei es ein kinderfreundlicher park, weil man überall babies von den tieren sehen konnte.
schließlich haben wir uns nach 8 km „wanderung“ an den strand gelegt. leider war es etwas sehr windig so dass das wasser wärmer als „draussen“ war. der ausgang des parkes liegt ungefähr 6 km vom eingang. als der bus nicht so schnell kam wie wir es gerne hätten, hab ich einfach das nächste auto angehalten, das mich, meinen paps und meinen onkel dann auf der ladefläche mitgenommen hat, damit wir unser auto holen konnten. juchee. den rest der familie haben wir hinterher abgeholt. am abend waren wir noch lecker essen und haben uns schon einmal mit martinis und mojitos von der schönen karibikküste verabschiedet, denn am nächsten tag sollte es wieder zurück ins „kalte“ san josé gehen.

donnerstag: die wunderbare welt des kakaos

auf unserem rückweg am donnerstag haben wir dann noch halt auf einer kakaofarm gemacht. die führung hatten wir leider verpasst, weil wir bis zum mittag noch am strand rumlagen. aber man hatte mitleid mit uns, so dass man uns einen kleinen kostenlosen einblick erhielten. bei kaffee und echter schocki wurde uns die kakaobohne gezeigt. benni ließ sich bohnen zubereiten. wir konnten frei übers gelände laufen, haben uns das kakaomuseum angeschaut und das kleine reptiliengehege bestaunt. obwohl wir die tour also leider nich mitmachen konnten (auf der hätte man sogar seinen eigenen kakao herstellen können) haben wir doch eine ahnung von der wunderbaren welt des kakaos bekommen.
auf dem weg nach san josé überkam mich dann die idee mit meiner familie am nächsten tag doch noch nach liberia zu fahren, da zu schlafen und ihnen meine wohngegend und den nationalpark rincon de la vieja zu zeigen. der vorschlag wurde schnell akzeptiert.

karibikküste

freitag: rincon de la vieja

heimlich verfluchten wir den tag an dem die klimaanlage erfunden wurde. wir hatten uns alle erkältet. somit konnten wir die reise in mein liberia nur zu 4t antreten und mussten meinen onkel und meine tante im bettchen lassen. :(
die menzels machten soch aber um halb 7 auf den weg. schließlich stand uns ein langer tag bevor und wenn wir noch im hellen durch den rincón wandern wollten, mussten wir uns sputen.
wir waren in nur 3 1/2 stunden in liberia und nach einer weiteren stunde fahrt (sind zwar nur 20 km, aber der weg...tja, der weg) kamen wir am eingang des nationalparks an. ich habe meiner ma meine samba gegeben, damit sie wenigstens einen bisschen festeren halt hat im ganzen matsch. der ausflug hat sich gelohnt, weil ich ihnen zeigen konnte, was sie bisher noch nicht gesehen hatten: kristallklare seen und flüsse, verdammt große bäume und einen traumhaften wasserfall. wir legten einen ganz schönen marsch zurück. es waren eig nur 10 km aber der weg war so felsig und dazu kam noch, dass es vorher stark geregnet hatte. der wasserfall war unser ziel und der weg hat sich wirklich gelohnt. und als ob man uns noch zusätzlich belohnen wollte, wurden wir mit einem wunderbaren fotomotiv beschenkt, als ein regenbogen am wasserfall erschien. der rückweg war atemberaubend....aber nur weil wir uns soo beeilen mussten um noch vor halb 6 aus dem wald zu kommen. wir hatten keine taschenlampe dabei und kein handy und überhaupt nichts was uns hätte das leben retten können im finsteren, finsteren wald. letztendlich haben wir es doch noch geschafft. puh.
meine samba haben den trip nur sehr knapp überlebt. ich muss mich bald schwerenherzens von ihnen verabschieden.
rincón de la vieja

Mittwoch, 7. November 2007

verabschiedung

die nacht verbrachten wir im hotel "el punto". ein hotel von dem der lonely planet behauptet, eher in die innenstandt new yorks zu passen. war auch sehr hübsch das ganze. ohne käfer und ameisen noch besser. am abend zuvor hatte ich meinen eltern noch meine lieblingskneipe gezeigt, das "casa pueblo" aber wir haben nich lange durchgehalten.
tja, der nächste tag war schon der letzte tag. viel gemacht haben wir nicht mehr. was man halt so macht am letzten tag: souvenirs kaufen, sachen packen und sich bei der verabschiedung ganz fest drücken. denn ich bleib ja noch ein wenig hier.
das wars also schon wieder. der urlaub war vorbei. für mich ging es also erstmal ans auspacken, wäsche waschen und endlich wurden auch wieder die schulsachen herausgeholt. aber nur herausgeholt! nur um mich dran zu erinnern, dass ich irgendwann noch mal was machen muss.
alles im allen war der urlaub total toll. ich hab viel gesehen, was ich ohne meine familie nicht gesehen hätte und es war schön meine erlebnisse mit jemandem, der mir so nahe steht teilen zu können. meine eltern meinten, ich solle mir schon mal überlegen in welchem land ich das nächstes halbe jahr leben möchte, damit sie schonmal den flug und das hotel buchen können für ihren besuch. :o)

so, das wars erstmal von mir. au revoir.
hotel el punto

Donnerstag, 18. Oktober 2007

tag am meer

seid ihr schon einmal am strand aufgewacht? ich jaaa! (nänä nänä näänää) gut, einige von euch sicher auch ... nach einer durchzechten nacht irgendwo am el arenal zwischen ballermann 1 und 15 (nich wahr, jungs? ):o) bei meiner strandnacht handelte es sich um den wunderschönen playa conchal, der seinen namen den millionen muscheln verdankt, die den sand ersetzen. 4 weitere mädels haben mit mir das zelt geteilt (wer kann jetzt noch mithalten, jungs?).
der tag begann wie so oft in den letzten 2 wochen regnerisch. doch diesmal war etwas anders: die sonne bahnte sich einen weg durch die dicken, tiefen wolken. wir deutschen mädels saßen zusammen bei den ticas meli und helen und ließen uns frischgebrühten kaffee und tortillas mit nem cremekäseaufstrich schmecken. als die sonnenstrahlen unsere gesichter streiften stand fest: zelte und proviant schnappen und ab zum playa conchal. denn 2 stunden weiter wartet evtl ein wolkenloser himmel auf uns. also hastig nach hause gerannt und die zahnbürste eingepackt, noch ne halbe stunde schlage stehen im supermarkt um das nötige wasser und die (über)lebensmittel zu erwerben und dann ran an die arbeit: an die straße stellen und daumen ausstrecken. hat diesmal zwar ein bisschen länger gedauert bis jemand angehalten hat, aber dann wir wurden eine stunde in unsere richtung mitgenommen und waren unserem ziel etwas näher. weiterreisen hat dann wieder ein problem dargestellt. schien als ob familientag war, denn die männers hatten ihre frauen auf dem beifahrersitz. die finden das nich so gut, wenn mann fremde mädels an der straße aufsammelt. wir mussten also den bus nehmen. letztendlich waren wir bestimmt ne gute stunde länger unterwegs. zum strand wars dann noch ein stückchen zu fuß. ein knietiefer fluß versperrte uns den weg. doch wir ließen uns nich aufhalten. wir waren unserem ziel so nah. bevor der erste regen kam, konnten wir die sonne am strand noch 10 minuten genießen, die wir fröhlich und in muscheln herumrollend verbracht haben. juchee. die herrlichen wellen haben uns mitgerissen und uns ein paar muscheln in den bikini geschmuggelt. so haben wir uns das sammeln gespart ;o)
unerschüttert vom regen bauten wir unsere zelte unter einem palmenblätterdach auf. gut, das eine brach zusammen, was aber nicht an unseren fehlenden kompetenzen im aufstellen von zelten lag, sondern eher an der mangelnden qualtität des wahrscheinlich billigen schlafgemachs.
irgendwann stand dann unser haus am meer. geregnet hat es auch nich mehr. hungrig von der arbeit gab es erst einmal sandwiches und chips. später bekamen wir noch männliche gesellschaft, einen freund von helen. bald wurde dann der cahuita geöffnet, den wir am wasser "nippten". helen beeindruckte uns dann noch mit einer kleinen feuerpois-show. als wir zurück zu unserem proviant wollten, haben wir eine diebstahl feststellen müssen. und als ob es nich dreister ging, war der dieb auch noch da. ein waschbär schaute direkt in den strahl der taschenlampe, die beute (unser brot) noch im maul. vor schreck hatte er allerdings die hälfte auf den weg fallen lassen. ich ganz aufgeregt, weil ich ein putziges tierchen gesehen hab, bin erstmal hinterher. weiß gar nicht was ich gesucht habe. gefunden habe ich aber ein stinktier. die sind ja viel viel kleiner als gedacht. als ob es mein glückstag war, wurde wir später noch von nem wachmann auf einen ameisenbär hingewiesen. nüüüdlich. noch viel viel kleiner als gedacht und meeeegalangsam. der arme. wir standen alle um ihn rum, komische laute von uns gebend und mit fotolichtern blitzend und er konnte nich mal weglaufen.
danach war aber schluss mit tierschau. die nacht über hat es durchgeregenet. es war verdammt heiß mit den 4 mädels. und eine weichere unterlage als der boden wäre vielleicht gut gewesen.
morgens um 6 hatten schon 2 familien und ein paar jungs mit nem fußball zum strand gefunden. es war herrlich! leider nur für eine halbe stunde, denn dann wurde es wieder nass. als es nach drei stunden immer noch nich aufgehört hatte, packten wir unsere sachen zusammen und kämpften uns durch den fluss zurück zur bushaltestelle.
als ich diesmal wieder durchnässt und stinkend in meinem zimmer ankam wollte ich auf keinen fall auf eine warme dusche verzichten...wie gut also, dass ich eine mikrowelle habe :o)

tag am meer

Donnerstag, 11. Oktober 2007

einen wunderschönen,
ich war wohl betrunken als ich den letzten eintrag geschrieben hab. waren ein paar sehr viele rechtschreibfehler drin. die hab ich jetzt überwiegend behoben. momentan bin ich ein wenig deprimiert. ich hab die sonne schon länger nich mehr gesehen. die letzten drei tage hat es durchgeregnet. na ja, dafür lässt es sich morgens länger schlafen, weil es nich mehr ganz so warm ist. und weil es nich mehr ganz so warm ist, bin ich gleich mal krank geworden. das findet die jenny doof. Jenny will wieder sonne. dann trocknet die wäsche auch. hab euch noch gar nich vom waschen erzählt. ich geb zu: klingt jetzt nich nach einem allzu interessanten thema...ich erzähl trotzdem mal davon. waschen beginnt mit deckel von der waschmaschine abnehmen, gartenschlauch in die waschmaschine leiten und das kalte klare wasser hineinlaufen lassen. danach waschpulver und wäsche hinzufügen. dann 15 minuten die maschine wackeln lassen. danach jedes wäschestück links herumdrehen und noch mal die uhr auf 5 min drehen. dann ist auswringen angesagt und oldschool-pulver-selber-auswaschen. nein, nicht im fluss. sondern in einer art großem waschbecken. glaubt mir, dass ist anstrengend. eh das waschpulver alles rausgewaschen ist...wenn ich also waschen will, dann heißt es früh aufstehen, denn es ist zweieinhalb stunden lang harte arbeit – unbezahlt ;o). aber was tut man nich alles für saubere wäsche. bis die klamotten trocken sind, verbringe ich den tag mit wäsche umhängen in die sonne aus dem regen, in die sonne, aus dem regen,... so, war das jetzt interessant oder was?


auf den fotos sieht es ziemlich übel aus. der display meiner kamera ist kaputt und da konnte ich leider nich sehen, was für specialfeatures ich eingestellt hatte. tja, das kam bei raus. ist echt nich so schlimm :)

nun gut, dann erzähl ich jetzt mal von unserem freitagsausflug zum nationalpark rincón de la vieja. hab jetzt schon fast mehr nationalparks als strände gesehen...fast. der ablauf war eigentlich wie üblich. wir sind wie immer früh aufgestanden, haben wie immer wenig eintritt bezahlt, sind wie immer ein wenig gewandert und es war wie immer eindrucksvoll. ich hab bäume gesehen, die sind einfach mal riesig, tiere, die es einfach mal nicht gibt in europa und naturschauspiele bewundert, die ich einfach mal als imponierend empfand. da brodeln da verdammt heiße schlammlöcher vor sich her – und das schon seit mehreren 100 jahren. das ist viel viel viel länger, als ich alt bin – oder einer von euch. man soll ja immer so vergleiche machen, damit man sich solche zahlen besser vorstellen kann :o). wir sind ungefähr 3 stunden rumgetapert, haben diesmal sogar ein paar touristen getroffen. pausiert haben wir bei einem minivulkan. das es so was auch gibt. haben wir uns ne weile angeschaut, während wir unsere sandwiches gegessen haben. der starke schwefelgeruch war allerdings etwas irritierend. wir haben uns für den kürzesten wanderweg des rincóns entschieden, wahrscheinlich weil wir uns dachten, dass ich sicher bald regnen würde. hat dann auch angefangen als wir im auto auf dem rückweg waren.
im november gehts erneut zum rincón. dann aber die 8 stunden (hin und zurück) mörderroute hinauf zum krater. mit mir dauerts wahrscheinlich eher 10, aber wir werden es ja erleben.
so 12 uhr. ich bin müde. einige von euch zuhause in D und in CH sind schon aus dem bett gepurzelt. ich gönn mir jetzt noch einen schönen 8-stunden schlaf. vielleicht krieg ich ja bald mal den bericht über die eigenarten der fiestas fertig. noch hab ich zu wenig erfahrung gesammelt ;o)
¡buenas noches!

rincón

Donnerstag, 4. Oktober 2007

tabaco y chanel

ich möchte euch einen kurzen musikalischen einblick gewähren. wie fast alle ticos bin auch ich von diesem lied begeistert. ist auch gar nicht mal so fürchterlich übertrieben "romantisch" vom text her, was ja eigentlich üblich für die lateinamerikaische musik ist (bsp: aventura - obsesion).
im wesentlichen geht es um ...natürlich...die liebe. mr frontsänger erzählt von einer frau mit der er eine nacht verbracht hat. er denkt an diesen abend zurück und erinnert sich an den geruch ihrer haut und den geschmack ihrer küsse (ob weitere intimitäten stattfanden ist interpretationsabhängig). in dem lied beschreibt er diese liebe metaphorisch als eine blume, die nie blühen konnte, aber auch nie verwelkt ist. ach, welch schöne worte. männers: macht das mal nach :o)


bacilos - tabaco y chanel

http://www.youtube.com/watch?v=OcUdwqmGQ6Q

Dienstag, 25. September 2007

schulausflug

tag auch. nur mal ein kurzeintrag mit ein paar fotos von unserem "schulausflug". die letzten 3 dienstage sind wir mit der klasse "ecoturismo II" zu einer finca (=grundstück) in nicoya gefahren. diese finca soll zukünftig touristisch erschlossen werden (noch ne menge arbeit!). in gruppen aufgeteilt werden wir nun einen potenziellen wanderweg durch den bosque erstellen, interessante baum- und pflanzenarten identifizieren zur info für die touris (meine gruppe) und uns über die in der nähe gelegenen attraktionen und angebote erkundigen.
hier sind die fotos von unseren ersten eindrücken. die deutschen mädels waren mal wieder diejenigen, die gedacht haben, dass der weg durch den „dschungel“ mit sandalen zu meistern ist. achja, die deutschen. na ja, so hatten die anderen wenigstens spaß :o)
gira

Montag, 17. September 2007

rio celeste

eines nachts hab ich geträumt…von einem fluss so blau, dass er dem himmel glich. er bahnte sich einen weg durch ein grünen, grünen dschungelartigen wald, der atemberaubende pflanzenarten und bäume in sich borg. ein stück tiefer in den wald sah ich auf einmal kleine zwerge die von einem hang große kessel sahne kippten, woraus sich ein tosender weißer wasserfall bildete. ich blieb ein wenig.
als es anfing zu regnen, fröstelte es mich ein wenig und ich wünschte mir etwas zum aufwärmen. genau in diesem moment flüsterte mir ein baum, dass sich unweit von jenem orte heiße quellen befanden. so lief ich los im schattenlicht des waldes auf der suche nach eben diesen. der regen und der fluss waren meine bruder, der reiher und der otter mein geleit. ich folgte den spuren. natürlich nicht ohne die süßen beeren dieser mich hier bietenden welt zu probieren. tatsächlich führte mich der weg zu einer heißen quelle. ich ließ mich nieder und genoß den regen der leicht auf mein gesicht tröpfelte.

als ich aufwach wurde mir klar: ich muss diesen ort finden. so packte ich einige tage später ein paar bemmen ein und etwas obst, rief mir ein team zusammen und dann machten wir uns in einem geländewagen auf den weg. ich kann nucht sagen dass es ein einfacher und kurzer weg war, den wir zurücklegten, aber mir war klar, dass man für die erfüllung seiner träume kämpfen muss. mit dieser einstellung haben wir nach etwas über 2 stunden, einer unschönen sträße und 3 kilometern wandern unser ziel erreicht.

und das haben wir gefunden:

rio celeste


ps: ich denke zumindest meine mädels wissen, woher ich die inspiration für diesen textes nahm. ;o)
schade, dass die kommentarfunktion irgendwie nicht so gut klappt. versteh nicht warum. aber die meisten von euch wissen ja wie sie mich erreichen können :o)

Donnerstag, 13. September 2007

fiesta, fiesta (und wasserfall, wasserfall)

nun ist das wochenende schon wieder ne ganze weile her und ich hab euch immer noch nich davon berichtet. dabei ist es so berichtenswert. eigentlich hatte ich vor mit 2 ticas in den nationalpark rincon de la vieja zu fahren, um dort an einem projekt über artenforschung der schmetterlinge teilzunehmen. wär sicher auch interessant gewesen und es hätte bestimmt ein paar tolle fotos gegeben. das hat dann aber leider leider nicht geklappt. also müsst ihr euch mit folgendem zufrieden geben:
samstag abend gabs ne fiesta. meine erste fiesta hier. und es war einfach mal super. ich wusste gar nicht, dass es ne fiesta wird. hatte es so verstanden, dass wir zu viert zusammensitzen und ein wenig vortrinken um danach ins kuru (die einzige disco hier in liberia) zu pirschen. aber irgendwie kamen immer mehr leute, die musik wurde lauter, der tisch wurde voller mit getränken. ok, wegen mir :o)
dann hab ich meine ersten costaricanischen getränke probiert: cahuita (ein koko-rum) mit evaporierter milch...mmmh-me gusta mucho! und dann guaro cacique...ist ähnlich wie tequila...die prozedur mit salz und limone. das mag die jenny nich so gerne.
die tanzfläche wurde, wie auch die leute, ziemlich schnell voll(er). es war klar, dass ich mich nicht lange drücken konnte. hier stellen sich alle in einen kreis (auch die buben!) und dann wird sich einer rausgepickt der in der kreismitte einige male gedreht un bejubelt wird und dann reiht man sich wieder ein und wippt zum takt. später hab ich dann noch eine tanzstunde erhalten...auch hier haben die ticos mal wieder viel geduld bewiesen. talent hab ich nicht. als gegenleistung gab ich dann die schönsten deutschen schimpfwörter preis. das ist ja bekanntlich das erste was man lernt und lernen will, wenn man eine neue sprache kennenlernt.
die party war heiß. pausieren war kaum möglich, die haben mich gleich wieder in die menge gezogen und gerufen: ALEMANIA! jaja, ein bisschen jubel tut der seele gut. :o) verdammt, bin ich beliebt ;o)
zackig, schaut euch die fotos an!

fiesta, fiesta


mit ausschlafen war nix am nächsten tag. um 8 war ich fit für eine weitere naturschönheit. wir machten uns auf dem weg zum catarata de cortés. allerdings erst über 2 stunden später. wir wollten mit dem bus fahren, aber die kommen hier eben nich alle 10 minuten. da war es mal wieder schneller mit dem daumen. auf dem weg zum wasserfall haben wir uns mächtig eingesaut, denn es ist ja regenzeit. irgendwie versuchen wir das immer wieder zu ignorieren. die schuhe leiden - manche schaffen es nich einmal. hier und da findet man mal einen kaputten schuh. jeahi, und dann fing es an zu regnen. zum glück aber nur kurz, so dass wir dann irgendwann am wasserfall ankamen. auf den fotos ist er nicht mal halb so schön. ihr solltet herkommen und es euch angucken. wir haben gepicknickt und uns nieselregen vom herunterprasselnden wasserfall in gesicht wehen lassen... dann ein wenig gesonnt. schön wars. ich mal wieder etwas rot geworden. dabei hab ich mich doch mit sonnenschutzfaktor 4 eingecremt :s
der große regen kam dann doch noch. durch den matsch zurück...regencape natürlich nicht dabei. wie gesagt, wir ignorieren. nicht dass das schon gekämpfe genug war. auf einmal standen 2 rinder vor uns. was tun? ach, das sind ja garnicht 2. das ist ja ne herde - niedlich! einfach nicht beachten. mir schlug das herz etwas höher, als das eine vieh dann auf uns zu kam. ich wusste nicht genau ob man versuchen sollte wegzulaufen. in der schule hatte ich nich mal eine siegerurkunde erhalten...ich hatte also berechtigte zweifel, dass ich schneller sein könnte als das viech. da kam es also auf uns zu. julia und ich waren hilflos. doch mel und helen sind intuitiverweise einfach mal durch die große pfütze neben uns gelaufen, so dass die tiere sich erschrocken haben und zurückgewichen sind. ich hätte euch gerne ein foto präsentiert von den tieren. die sehen hier nämlich etwas anders aus. ich hoffe, ihr habt verständnis dafür. mir ist das nicht möglich gewesen ohne mich in gefahr zu bringen.
nass und frierend sind wir in eine soda eingekehrt, wo wir frischgebrühten kaffee und selbstgemachte tortillas mit ei und käse bekamen. lecker!
mit dem nächsten auto, dass uns mitgenommen hat, sind wir dann wieder nach liberia. mir war kalt. und ich dachte mir: "ach, jetzt ne schöne heiße dusche"...naja, man kann ja nicht alles haben. :o)

catarata de cortés

Samstag, 1. September 2007

parque nacional santa rosa

ach, wie bin ich fröhlich. heut (31.08.) war ein guter tag. ich war im zauberhaften parque nacional de santa rosa. aber - neenee - nicht zum vergnügen. bin ja nicht zum spaß hier. wisst ihr ja. ich bin mit meinem team hingefahren, denn wir müssen zu 5 eine hausarbeit über die erhaltung und schonung der natürlichen ressourcen in einer öffentlichen organisation schreiben- falls ich es richtig verstanden hab.
heute morgen bin ich also mit der sonne aufgestanden, um um viertel vor 6 an der bushaltestelle zu sein, wo uns um punkt 6 ein bus nach la cruz bringen sollte. nach 10 minuten panischem rumrennen zwischen den 2 möglichen haltestellen, fiel mir dann wieder ein: die ticos nehms ja nich so genau mit der zeit. ich fand raus: auch die busse kommen wann sie wollen. der frühsport tat mir aber gut. ich war längst nicht mehr so müde. die mädels (helen, cindy, melissa und johanna) kamen dann kurz nach 6. erstmal bei „musmanni“ ein leckeres frühstück erkaufen: käsecrossaint, schoki-doughnut, irgendwas leckeres in blätterteig und ein fruchtsaft (ich will ja gesund leben) ;)
zwischendurch hab ich aus dem gespräch der übrigen mädels „10 kilometer laufen“ mitbekommen. hm..ok. immerhin hatte ich diesmal keine flipflops an J. um 7 ist der bus dann angekommen und ca. 30 minuten später waren wir am eingang des nationalparks santa rosa. lasst mich euch einmal die historische bedeutung dieses parks erklären:
er gehört zu den ältesten (1971) und größten (38674 fußballfelder) nationalparks costa ricas. er ist ein symbol nationalen stolzes, denn das land wurde insgesamt 3 mal von einer fremden streitmacht angegriffen und jedes mal wurden die angreifer in santa rosa geschlagen. la casona (seht ihr dann im fotoalbum) ist das hauptgebäude der hacienda santa rosa, wo der amerikaner william walker und seine truppe (abenteurer und piraten) am 20. märz 1856 nach einer 14 minütigen schlacht umzingelt und besiegt wurden. irgendwie wirklich komisch wenn man dann auf einmal auf so einem „kriegsplatz“ steht...
eintritt um diesen historischen schauplatz zu sehen: 6 dollar – für mich. für die weiße. einwohner kriegen rabatt. jedoch haben die mädels ein wenig rumdiskutiert und wegen „forschungsgründen" haben wir dann ganz kostenlos eintritt gewährt bekommen. und was für ein glück, da kam doch grad ein auto mit ladefläche vorbeigefahren. wir mussten die 10 km also doch nicht laufen, sondern haben stattdessen eine kleine abenteuerfahrt gemacht. heftige schlaglöcher mitgenommen und ein blaues popöchen auch. das war es wert.
angekommen sind wir dann aber doch noch ein paar kilometer gelaufen um die richtigen ansprechpersonen zu finden, die dann letztendlich keine zeit für uns hatten. also, hatten wir doch zeit die umgebung etwas zu erkunden. und was soll ich sagen: so grün. so mächtig. so beeindruckend. hab euch ein paar fotos hochgeladen.
um 11 waren wir zurück bei der info, wo wir erstmal eine mittagspause gemacht haben....frisch geschmierte sandwiches. danach sind wir irgendwie eingeschlafen. die herumkrabbelnden ameisen stören mich schon längst nicht mehr. mittlerweile weiß ich mich zu wehren. vor mücken hab ich allerdings noch großen respekt. einige davon übertragen nämlich das gefürchtete dengue-fieber. 1000de von menschen sind in cr jährlich betroffen. mit fieber, muskel-, kopf-, gelenkschmerzen, übelkeit, erbrechen, hautausschlag und einige tage im krankenhaus kann man rechnen. will ich nich! für kinder, die zweimal dran erkranken, kann es sogar tödlich sein. dafür ist es hier nicht tödlich, wenn man von einer tarantel gebissen wird. sieht zwar übel aus, juckt höllisch und dauert ein paar tage bis es abschwillt, aber ist nicht tödlich. helen ist das vor kurzem passiert. nach 2 tagen hat sie den verursacher des bisses in ihrem zimmer gefunden, hat die tarantel in die hand genommen und rausgesetzt. hm... da würd ich glaub ich eher mit hysterischen gekreische reagieren und panisch 911 rufen. die sind ja nicht ganz so klein, die hübschen tierchen.
anyway, um 1 uhr hab ich mich mit mädels dann wieder auf dem heimweg gemacht, da große regenwolken aufzogen. melissa und helen nehmen in dem nationalpark an einem projekt teil und sind wahrscheinlich gerade dabei schmetterlinge zu fangen, sie zu fotografieren, sie erhitzen und dann schockzugefrieren – ich wisst schon: forschungsgründe. die beiden mädels kümmern sich jetzt auch um die richtlinien des parkes. 10 km war uns auch auf dem rückweg zu lang, also beschlossen wir einfach am straßenrand zu warten, bis uns ein auto aus dem park zur nächsten bushaltestelle mitnimmt. hat beim zweiten auto dann auch geklappt und eine nette familie hat uns rumgefahren.
was bringt es aber auf einen bus zu warten, die kommen ja eh wenn sie kommen. wir sind die übrigen 30 minuten dann auch getrampt. hier scheint das üblich zu sein. lange warten mussten wir nicht, bis jemand angehalten hat. doch macht euch keine sorgen um mich. ich hab mein pfefferspray immer dabei. :o)

hier die pics:
parque nacional de santa rosa

Donnerstag, 23. August 2007

vamos a la playa (die zweite)

damit ihr auch so richtig neidisch werdet, erzähle ich euch jetzt von meinem zweiten strandwochenende. diesmal zog es uns etwas weiter weg in den süden der halbinsel nicoya zum strand sámara. ihr könnt ja mal runterscrollen zur karte, da werdet ihrs dann schon finden. lonely planet sagt, dieser sei einer der beliebtesten strände costa ricas - sowohl für den gediegenen srandurlauber, als auch für den tico. sogar der staatspräsident würde hier ein haus haben. die reise dauerte ein wenig länger als voriges wochenende, darum mussten wir auch etwas früher aufstehen (4:50 klingelte der verdammte wecker!) um 9 waren wir am ziel. hotel gesucht und direkt gefunden. der lonely planet weist zwar darauf hin, dass „ein ungestörter schlaf hier nicht zu erwarten sei“ , da der nachtclub der stadt direkt drangebaut ist, aber das macht uns ja nix! :-s wir wollten so schnell wie möglich an den strand. vorher haben wir uns aber noch ein frühstück gegönnt (gallo pinto = reis mir schwarzen bohnen (was sonst?), dazu eier und ein stück pita).
gleich danach sind wir am strand entlang – barfuss! (ich kann eure neidischen blicke spüren . aber ihr könnt ja auch barfuss durch die pfützen deutschlands laufen. mit viel phantasie ist das bestimmt ähnlich). den strand könnt ihr euch weiter unten im fotoalbum anschauen. es handelt sich hierbei um einen wirklich langen und breiten strand mit tollen, großen wellen. ihr wisst schon: die wellen, die euch den sand ins badehöschen schaufeln. wir fanden es so toll strand, dass wir die aufziehenden regenwolken eine weile ignoriert haben. fehler! – wie sich später herausstellte. wir wollten zunächst noch rausfinden wie weit der strand reicht und sind am wasser entlanggelaufen. als es dann angefangen hat zu regnen, haben wir uns auf zur straße begeben, die uns zurück zur unterkunft führte. auf dem weg kamen uns unzählige hupende autos entgegen mit vielen freundlich winkenden ticos. 3 taxen wollten uns mitnehmen. wollten wir nich. wieder fehler! gut war, dass wir durch unsere ablehnende haltung in den genuss kamen, einige affen in den bäumen zu sehen und sogar ein gürteltier zu beobachten. jippeee, ein gürteltier. die schönsten tiere sind das zwar nicht grade – aber es war doch eine erlebnis. kurz darauf öffnete sich der himmel und wir mussten wir durch den monsun. na ja, so ungefähr kann man sich das vorstellen. an dem abend kamen wir aber nicht mehr dahin, wo kein regen mehr fällt. wir sind aber dank eines busses irgendwann an unserer unterkunft an.
hier mussten wir dann feststellen, dass das dach wohl nicht ganz so dicht war, da boden und bett ungefähr das gleiche durchmachen mussten wie wir und deshalb ebenfalls völlig durchnässt waren. kein problem. wechseln wir eben das zimmer. die toilette hat eh nicht funktioniert. auch im nächsten zimmer gab es weder handtücher, noch decken, noch etwas um unsere nassen klamotten aufzuhängen. es hat ein wenig gedauert, bis ich verwöhnte göre mich damit abgefunden hatte, dass man für 7 euro eben kein 4 sterne hotel erwarten kann. im endeffekt war es mal wieder nur halb so schlimm. wir haben eben improvisiert.
am abend sind wir dann in ein restaurant gegangen und haben uns unter anderem guacamole und caipis gegönnt. auch in der hoffnung, dass uns das zu einem tiefen schlaf verhilft und uns gegen die nachtclubmusik immun macht. hat mehr oder weniger geklappt.
den nächsten tag verbrachten wir ähnlich. nach dem frühstück ging es direkt an den strand. diesmal haben wir allerdings aus unseAren fehlern gelernt und sind vor dem großen regen in den bus zurück nach liberia gestiegen.
hier noch ein paar fotos vom we. für alle, die das system noch nicht ganz so verstanden haben: ihr müsst auf das foto klicken, damit ihr zu einem album geleitet werdet, welches alle anderen fotos enthält. danke!

sámara

Montag, 13. August 2007

der erste schultag

um 6.15 uhr morgens aufgestanden, schnell unter die kalte dusche gesprungen, kräfte sammeln mir einer schüssel müsli und ner tasse eiskaffee (war etwas zuviel milch das beides zusammen. danach war mir erstmal schlecht). block und stifte nicht vergessen und natürlich auch meinen manni, den elektronischen übersetzer. kurz vor acht haben daniela und ich ein treffen mit dem prof geovanni, um unsere kurse zu wählen und uns zu immatrikulieren. viertel nach 7 also auf zur bushaltestelle. es fährt nur jeden halbe stunde ein bus. bus kommt um halb und kostet uns die viertel stunde bis zur uni umgerechnet 24 cent. da wir schon vorher beim oficina waren, wussten wir schnell wo wir lang mussten. oh, noch kein geovanni da. na ja, dann warten wir. an dieser stelle möchte euch etwas über die zeit der costa ricaner erzählen. die ist denen egal. hier herrscht die berühmte hora tica. man sollte also immer mit verspätung rechnen. verabredet man sich um 9, sollte man vor halb 10 nicht am treffpunkt sein. es wird nämlich noch niemand da sein. außerdem gehen die uhren hier verschieden. in dem hotel in san josé gingen alle uhren eine viertel stunde vor. die machen sich nichts aus zeit. ¡pura vida! so kam es das es halb neun wurde. aber geovanni kam immer noch nicht. so langsam füllte sich der gang vor seinem büro mit ticos, die sich ebenfalls für kurse einschreiben wollten. julia, ein mädel meiner hochschule, die hier auch ein semester verbringen wird ist kurz nach uns gekommen. sind jetzt also schon drei. um neun wimmelte es von leuten. nachdem ein mädel beim geovanni angerufen hatte, hieß es, dass er in einer stunde da sein würde. gut. dann haben wir mädels ja noch zeit etwas trinken zu gehen. hier gibt es lecker refrescos frisch gepresst mit wasser oder milch für nur 250 colones (35 cent). war mal wieder super lecker.
der plan stellte sich jedoch als ein fehler heraus, denn als wir wieder zurück zum büro kamen, waren ne menge mehr leute da. um 20 nach 10 kam der gute geovanni dann auch. und um halb 12, 3 1/2 stunden später, betraten wir dann endlich das büro....nur um herauszufinden, dass wir die einschreibungsformulare holen müssen, bevor wir irgendwelche kurse wählen können. also hin zur „ausgabestelle“. oh, schicksal du willst uns quälen, denn die stelle hatte seit halb 11 geschlossen. um 1 würde sie wieder öffnen. traumhaft. um eins hab ich bereits meinen ersten kurs. tja was solls. dann geht’s eben erstmal in die mensa casado essen.
casado ist ein typisches gericht hier. und sehr lecker. ich würd mal sagen, jeder der reis und bohnen mag, mag das costa ricanische essen. hier gibt’s das nämlich morgens, mittags und abends. gibt’s dann fleisch/fisch nach wahl, salat und gebratene kochbananen. mmmhh....kochbananen – ein gedicht! schwer zu empfehlen!
total satt gegessen, müde vom warten und vom wetter hab ich mich dann zur aula 14 begeben. gespannt was mich da erwarten wird und gespannt, wie viel ich wohl verstehen werde. mein spanisch....hm...na ja, ist ziemlich begrenzt. eigentlich peinlich, wenn man bedenkt, dass ich schon 6 semester am spanischunterricht teilnehme und zudem noch auf ner 2wöchigen sprachreise war. sicher sagen konnte ich nur: me llamo jennifer, me gusta la gasolina und baila morena! da waren chrissi und ich wohl abend zu oft weg in cádiz. :o) langsam wird’s aber. und im unterricht muss ich zugeben hab ich mehr verstanden als erwartet.
die unterrichtsstunden sind hier unterschiedlich lang. das mindeste ist 2 stunden das längste 4. ohne pause! aber man kann rausgehen, wann man will. und kommen wann man will wahrscheinlich auch. die zahl der anwesenden rotierte immer so zwischen 15 und 25. es wurden auch gleich gruppen eingeteilt für das semesterprojekt. das hat mich dann ein bisschen an die üblichen wahlen beim teamsport im damaligen sportunterricht erinnert, denn wer wurde als letztes in eine gruppe gewählt? moi! na ja, gewählt kann man nicht mal sagen. der prof hat 2 mädels gefragt, ob sie mich nicht aufnehmen wollen. tja mädels – arschkarte. da konnten sie ja nicht mehr nein sagen.
das war er also, der erste schultag. lief ja ganz ok. ich glaub ich geh morgen wieder hin :o)

Sonntag, 12. August 2007

vamos a la playa

sommer, sonne, sonnenschein. was kann schöner sein? da zieht es einen ans meer. die daniela und ich packten also freitag morgen bikini, handtuch und sonnencreme ein, stiegen in den bus und fuhren an den pazifik an den playa de coco.von dort aus ging mit nem taxi zum playa ocotal, einem kleinen grauen, aber hübschen sandstrand. das meer lockte. da hab ich mich nicht lange bitten lassen. das wasser war megawarm. egal, erfrischend war es trotzdem, besonders als zwei stunden später der regen kam.
am abend haben wir uns einen schlafplatz in cabinas am playa de coco gesucht, schauten uns den sonnenuntergang an und tranken dabei eine kokusnuss. dann aßen wir in einem fischrestaurant, wo mein hühnchen nach fisch schmeckte und sich in meinen übrigen beilagen ein kleiner käfer vermutlich wie im paradies fühlte. da begebe ich mich schon mal in ein fischrestaurant.... etwas später ging es mit einem 43 jährigen biochemiker, der zu der zeit vor ort mit einer tauchergruppe die unterwasserwelt erkundete, noch auf ein paar cervezas in die bars. je später der abend desto lieber wollte enrique daniela heiraten. :o) sie hat aber dankend abgelehnt.
am nächsten tag verschlug es uns etwas weiter weg zum playa hermosa, wo wir dann noch ein wenig die seele baumeln ließen. welch sonnig, sandiges wochenende! mit nach hause genommen hab ich selbstverständlich einen sonnenbrand und ein paar fotos. einfach drauf klicken.

playas


liberia liegt in der oberen hälfte der karte die drei strände, die wir uns angeschaut haben (playa ocoal, playa de coco und playa hermosa) sind links daneben

Samstag, 11. August 2007

bienvenido en liberia

am nächsten tag, den 04.08. packte ich dann meine 7 sachen wieder zusammen, checkte aus und ließ mich zur pulmitan station in san josé kutschieren. der pulmitan fährt jeden tag stündlich von san josé nach liberia. ich muss gestehen, mir war etwas mulmig als ich in der bushaltestelle saß. ich kleines wohlbemerkt weißes und dazu noch blondes mädchen in der gefährlichen großstadt, das gepäck fest in der hand. ist alles irgendwie schon anders, aber letztendlich glaub ich, hab ich mich wohl einfach nur ein bisschen angestellt.
die nächsten 4 stunden verbrachte ich dann im bus. hin und wieder stiegen verkäufer hinzu, die ohrringe, kinder-lern-dvds oder refrescos an den mann bringen wollten. umgerechnet hat mich die fahrt übrgens ca. 4,50 euro gekostet. die öffentlichen verkehrsmittel sind hier allgemein sehr günstig. auch taxis sind bezahlbar. aus diesem grund hätte ich mir wohl auch lieber ein taxi zu meiner bleibe nehmen sollen anstatt mit 36 kilo gepäck eine halbe stunde durch liberia zu stapfen. die adresse lautete 400 meter nördlich vom lagerhaus. 400 meter entsprechen 4 häuserblöcke. zu dumm, dass es mehr als ein lagerhaus gab. hab mich dann bis zum ziel durchgefragt.
die nächsten 3 nächte verbrachte ich in cabinas noah. das ist wie eine pension mit zimmern. liebe leute haben mich dort empfangen. ich hab mich gern zu ihnen gesellt. hätte auch gerne viel mehr mit ihnen geredet, aber ich konnte mich nicht allzu gut ausdrücken. leider lagen die cabinas etwas weiter weg vom zentrum und obwohl liberia viel kleiner und sicherer ist als san josé sollte man auch hier abends nicht alleine rumlaufen. das schicksal hat mir dann aber in die hände gespielt. am zweiten tag hab ich mich mit einem deutschen mädel getroffen, die daniela. studivz hatte uns ermöglicht bereits vor unserem aufenthalt kontakt zu knüpfen. dani war seit 2 wochen in liberia und wohnt bei einer gastfamilie. und zufälligerweise hatte die gastfamilie eine nichte, die ebenso zimmer zu vermieten hatte. ich also hin um mir das anzugucken.... und nun lebe ich wohl im luxus: ein großes zimmer mit großem bett, kommode, fernseher und balkon. bad und küche teile ich mir mit 2 muchachas (und ein paar eidechsen, ameisen und hin und wieder mal nem schmetterling). klopapier darf hier nicht ins klo geworfen werden, sonst bricht das ganze system zusammen. hier in costa rica gibt es außerdem überwiegend nur kaltes wasser. das ist noch etwas gewöhnungsbedürftig. hin und wieder brauch ich da morgens um 6 ein wenig länger mich überwinden zu können. aber eigentlich ist es bei dem klima hier sehr angenehm. und gesund soll es ja auch sein. im hotel hatte ich dank eines elektroduschkopfes warmes wasser. es gibt da so einige gerüchte, dass so ein teil tödlich ist, aber das ist natürlich blödsinn...na ja, man sollte nicht dran rumspielen während da wasser läuft, aber sonst – unbedenklich. herd hab ich nicht, aber sonst ist alles da. und haltet euch fest: in der küche gibt’s es wlan. WLAN! und das alles für gerade mal 85 euro im monat. so lässt es sich leben :o) nun denk ich, dass ich mich eventuell der kultur entziehe. ich bin sowas von verwöhnt.
jetzt geht’s ab ans vokabeln lernen. fotos folgen. ist grad schon dunkel draußen. die sonne geht hier jeden abend schon um kurz nach 6 unter. dafür geht sie umso früher wieder auf. ihr werdets kaum glauben, aber ich schlaf hier nicht länger als acht. da hat man was vom tach.
olé

mi casa

Donnerstag, 2. August 2007

auftakt

am 01. august um 19:17 stieg ich in göttingen in den ice zum frankfurter flughafen ein. wieder ein abschied. wieder ein neuanfang und ... wieder ein blog.
dies wird der zweite part meiner " ich will noch nicht ins arbeitsleben, also zöger ich das studium noch etwas hinaus"- strategie. hoffentlich bleiben mir meine treuen leser auch weiterhin treu nachdem ich part I noch nicht ganz fertig gestellt hab. kommt aber noch -bestimmt!

disfrute!

nach meiner 22-stündigen reise bin ich nun endlich am ziel: im hotel kaps place in san josé, costa rica. der flug ging schnell um. meine sitznachbarn waren eigentlich ganz angenehm. eine engländerin, die kein wort gesprochen hat und einer aus einem land in dem man spanisch spricht glaub ich, er hat aber deutsch gesprochen. die meiste zeit hat er nichts gesagt. wenn, dann aber sehr laut, so dass ein paar leute aufgewacht sind und unsere reihe einige böse blicke ertragen musste, die ich mit einem lächeln versuchte zu mildern. hat aber nicht so gut geklappt. was er gesagt hat, war auch nicht so erfreulich. ungefähr: "nach liberia gehst du? aber da ist doch zur zeit das dengue-fieber. da kannst du dran sterben.“ danke. das beruhigt! aber na ja, mit den sitznachbarn hätte es schlimmer sein können. zudem hab ich fast 6 stunden geschlafen. sogar das essen hab ich verschlafen. und dabei hatte ich so hunger. grrr.
in santo domingo war eine zwischenlandung angesetzt. da konnten wir dann aber nicht landen, weil die sich an dem flughafen überlegt hatten über nacht zu bauen. sind aber nicht ganz fertig geworden. hm...komisch!
sind also auf irgendeinem anderen flughafen für 3 stunden zwischengelandet. da wir viele junge leute auf dem flug waren hat man sich schnell zusammengefunden und die üblichen fragen gestellt und beantwortet: wo kommst du her? was machst du hier? wie lange bleibst du? was studierst du?, etc. wir saßen draußen. in tops und t-shirts. morgens um 4. alle gespannt darauf was uns erwartet.

um viertel vor 8 betraten wir dann den boden san josés. es blieb aber keine zeit kurz innezuhalten. schnell zur gepäckausgabe, um zu sehen ob es noch da ist. positiv. ich habs auch mit sämtlichen gepäck ins hotel geschafft. ist also nix verloren gegangen oder geraubt worden. das ist ziemlich erleichternd. der lonely planet hat mir ziemlich viel angst gemacht, als ich den part über san josé gelesen hab. wachsende kriminalität, überfälle auf touristen, übergriffe auf frauen, nicht allein rumlaufen, in manchen gegenden überhaupt nicht rumlaufen. bloß lizensierte taxis nehmen und aufpassen, wohin der fahrer fährt, ...never ending. das mit den taxis ist sowieso sehr interessant. die bekommen hier nämlich provisionen von den hotels. um also möglichst viele touristen in das hotel zu kriegen was die höchste provision zahlt, werden die geschicktesten lügen ausgedacht: das hotel sei ausgebucht, es sei ein schrecklich dreckiges hotel, das hotel gäbe es nicht,...in manchen fällen ruft der fahrer sogar bei dem hotel an, reicht das telefon weiter an den gast und dieser hört dann jemanden sagen, dass die reservierung leider vergessen wurde und dass man sich doch bitte an eines der schwesterhotels wenden möge. ist mir aber auch nicht passiert. bin also angekommen wo ich hinwollte. i’m a survivor!

das hotel war toll. schön klein und bunt. tee und kaffee gab es den ganzen tag umsonst. da es ein vom lonely empfohlenes hotel war, hab ich einige reiselustige getroffen. am ersten tag war es mir allerdings nicht möglich meine augen länger als halb 6 offen zu halten. und dann hab ich 13 stunden geschlafen. an dem jetleg-gequatsche scheint also wirklich was dran zu sein.
am nächsten tag hab ich mich mit einer brüsselerin und einem ami in das goldmuseum von san josé begeben wo wir uns an einigen sehr witzigen goldfiguren verschiedener größen erfreuen durften. englischkenntnisse wurden aufgebessert. spanischkenntnisse blieben nicht vorhanden. auch im hotel vereinfachte ich mir die kommunikation indem ich englisch gesprochen hab. das muss sich ändern!
damit ihr nicht erschlagen werdet von dem langen text, wird ich hier erstmal ein cut machen. über die ankunft in liberia wird ich dann das nächste mal berichten.
es grüßt herzlich, die jenny

flug