Samstag, 17. November 2007

endlich urlaub!

zwei wochen nach meinem urlaub kriegt ihr jetzt endlich ein wenig was zu lesen, freunde. ich präsentiere euch stolz mein reisetagebuch, das ich ehrlicherweise nicht jeden tag geführt habe - eigentlich eben grad erst geschrieben hab. ein tag fehlt mir auch irgendwie.
es begann an einem samstag. wir schrieben den 20. oktober. morgens um 7 saß ich mit julia im bus nach san josé. wir vermuteten eine ziemlich lange reise, da es die ganze nacht durchgeregnet hatte und dass die straße hier nicht so vertragen. sorry, dass ich euch mit dem ganzen regengerede langweile. ich würde auch lieber von strahlendem sonnenschein berichten. bald bald. in san josé haben julia und ich ne menge geld ausgegeben, das nachtleben getestet und bei einem gütigen deutschen freund von unserer uni in werni unterschlupf gefunden. komisch war: hier ist jedes zweite geschäft schon weihnachtlich geschmückt. hab sogar schon mit papá noel getanzt.
am folgenden tag war es dann endlich soweit. um 4 gings mit dem taxi in mein 5 sterne domizil, dass ich die nächsten 14 tage bewohnen werde. sensationell: heißes wasser! noch ein paar früchte und etwas fürs frühstück eingekauft. um 8 gings zum flughafen. den willkommenszettel, den ich geschrieben hatte, dicht an die scheibe gepresst, wartete ich 90 minuten, bis die familie endlich durch die türen kam. dann wurde ich 3 minuten gedrückt und geküsst. :)
„bienvenidos liebe harzer“

montag: erste eindrücke von san jose

san josé ist keine schönheit. es ist viel verkehr in den straßen, es sind viele menschen unterwegs, überall abgase und müll. es stinkt. ich mag es dennoch gerne das bunte treiben in den straßen zu beobachten. an jeder ecke findet man ein obstwagen oder einen kleinen kiosk mit leckeren bananenchips. man trifft ständig ticos die einem handytaschen, vasen, keckse, schmuck, uhren, blumen oder lose andrehen wollen. hunde lungern herum. es wird laut gehupt, wenn es mal kurz nich weitergeht. busse quetschen sich durch die engen einbahnstraßen. durch die angsteinflößenden beschreibungen des lonely planets über san josé, vermuteten wir in jedem tico einen verbrecher, der uns jeden moment mit dem messer bedrohen könnte. „okay, wer seinen schmuck abgelegt, den stadtplan studiert, ein wenig bargeld in den socken vergraben und seinen lieben daheim lebewohl gesagt hat, ist bereit für eine erkundungstour durch die große, böse stadt“
sonst bestand der tag darin sich mit essen, geld und nem leihwagen einzudecken. danach waren wir bereit für den urlaub und fürs bettchen. 8 stunden zeitverschiebung gehen ja nicht spurlos an einem vorbei.
san josé eindrücke

dienstag: volcán irazú, cartago, lankaster jardín botánico

dienstag ging es auf zum ersten ausflug. um 7 waren wir mit sonnencreme und mückenspray eingecremt und mit dem lonely planet und dem marco polo bewaffnet. das ziel hieß „volcan irazú“, der höchste im land. nach 2 km war uns klar: so ein navi ist was feines. sonst wären wir sicher noch eine weile herumgefahren, uns gestritten auf welche intuitive richtung wir jetzt hören sollten (denn san josé ist ziemlich tricky) und es hätte wahrscheinlich so geendet, dass wir das auto irgendwo stehengelassen hätten und mit dem taxi nach hause gefahren wären. musste wir zum glück ja nich. mit wandern war nich viel an dem tag. wir könnten nämlich direkt bis hoch zur 3432 meter spitze fahren. und die straßen waren eigentlich gar nicht so schlecht. man könnte sie sogar als „gut ausgebaut“ bezeichnen. oben fanden wir den 300 meter tiefen hauptkrater mit einem durchmesser von 1050 m. daneben befanden sich noch 2 kleinere krater. alles ähnelte einer mondlandschaft. und wollt ihr wissen, woher der name irazú stammt? egal, ich sags euch sowieso. warum? weil ich es weiß! und zwar kommt da von dem idignen wort ara-tsu, welches „ ort des donners“ bedeutet. jaja, die kreativen indianer.
vom vielen staunen haben wir hunger bekommen, so dass wir uns alle einen kaffee und ne große auswahl an kuchen schmecken ließen.
da es noch früh war entschieden wir uns nach cartago zu fahren, ein vorort von san josé. dort steht eine wunderschöne basilica, das heiligtum des landes, mit einer interessanten geschichte. es handelt sich hierbei um die legende der schwarzen jungfrau, la negrita. la negrita ist eine kleine goldene statur der jungfrau maria. ein kleines mädchen namens juana pereira fand sie am 2. august 1635 in cartago. das mädchen versuchte 2mal di statur mit zu sich nach hause zu nehmen, doch beide male tauchte die figur wieder am ursprünglichen ort auf. durch dieses wunder beeindruckt naute die bewohner von cartago an der fundstelle die basílica de nuestra señora de los ángeles. 1824 wurde la negrita zur nationalheiligen ernannt.
jetzt kommts: die schwarze jungfrau wurde 2 mal aus der basilika gestohlen und jedes mal wieder tauchte sie auf dem altar auf. weil das alles so beeindruckend war, werden der negrita nun heilende kräfte zugeschrieben. jedes jahr am 2. august, dem jahrestag der entdeckung, pilgern die gläubigen die 22 km von san josé nach cartago - auf knien! na, da hat die negrita aber ne menge wunden zu heilen. man darf mitmachen...hm – nein danke.
auch als wir in der basilika waren, sahen wir, wie die menschen sobald sie eintraten auf die knie sanken und sich mühsam auf den altar zubewegten. das war ein wirklich rührender andblick. es erschien mir respektlos als tourist dazwischen rumzulaufen und sich die kirche anzuschauen...
also sind wir weiter zum lankaster jardín botánico, um uns näher mit der flora costa ricas zu beschäftigen. über blumen brauch ich euch ja jetzt nichts zu erzählen. ich denk da reicht es sich die fotos anzuschauen :) sind am ersten ausflugstag also ziemlich rumgekommen. morgen ist dann wandern durch den nebelwald angesagt. da wo wir hinwollen soll ein adventure park sein. juchee.
san josé, volcán irazú, lankaster jardín, cartago

mittwoch: adventure park los ángeles cloud forest, heredia

hm...nix mit abenteuer. gut, man konnte ne baumkronentour machen oder alles vom rücken eines pferdes betrachten. leider war uns dasetwas zu teuer, so dass wir uns für den 12$ eintritt für die beiden 4km und 2km langen wanderwege entschieden haben. ein naturführer hätte noch mal 12$ gekostet – pro person. wo gibts denn so was? gruppenführungen, die pro perosn abgerechnet werden....tzz. bevor es los ging haben wir uns noch einen kaffee gekauft. doch das war nicht grad der beste den costa rica zu bieten hatte. die einzigen tiere die wir an dem tag gesehen haben, waren ameisen. nagut, es gab ne kleine futterstation für kolibris. das war ganz hübsch anzusehen.
auf dem rückweg gabs ein wirklich leckeres essen in einer soda, wo wir sehr nett bedient wurden. auf die frage, ob es irgendwo in der nähe eine kaffeefarm zu besichtigen gäbe, hat das mädchen ihren vater geholt, der uns dann durch seine eigene plantage geführt hat. und als wäre das nich genug, gab er uns noch leckere mandarinen mit für die fahrt. ich sag ja, die ticos sind einfach mal zu nett.
los ángeles cloud forest, heredia

donnerstag: die tierwelt manuel antonios

ach, wie ich mich auf manuel antonio gefreut habe. seit tag 1 habe ich gesagt: wir müssen nach manuel antonio! gut, die 3 stunden fahrt dahin sprachen nich gerade dafür, aber mir hat das nichts ausgemacht. als das navi am tag zuvor 69 km bis zum ziel anzeigte waren alle überzeugt, dass es ja gar nicht so weit sein kann. So haben wir uns an jenem morgen auf den weg gemacht und ich war glücklich. schnell fanden wir heraus, dass das km-feld auf dem navi zu klein war um die eins vor der 69 anzuzeigen. letztendlich waren wir inklusive stau 6 km vorm ziel 4 1/2 stunden unterwegs. als wir ankamen hat uns gleich einen netter junger mann angesprochen und uns sich als naturführer angeboten. er hat uns nach seinen angaben nen mächtigen rabatt gegeben. aber gegen 11 euro (auch hier pro person) konnten wir nichts sagen. ich fand auch dass es sich gelohnt hat, denn ohne ihn hätte ich nich so viele tiere gesehen: faultiere, brüllaffen, die äffchen mit dem weißen gesicht, fledermäuse, leguane, die augen eines krokodils, verschiedene vögel, etc. außerdem haben wir noch ne jesus christ echse gesehen. die können übers wasser laufen, wie der jesus. von der echse haben sie auch mal den schatten genommen für die verfilmung eines jurassicpark films. zudem hat er uns einiges über die flora erzählt. ich fands aufregend. für unseren naturführer war es wohl eher ein romantischer spaziergang mit seiner freundin, die er dabei hatte. eigentlich sahen wir aus wie ein paar stalker, die das turtelnde, händchenhaltende und sich küsschenzuwerfende pärchen verfolgen.
nach der führung haben wir uns an einem der fünf strände niedergelassen. benni und ich wollten aber nich gleich beim ersten (der noch außerhalb des parkes liegt) bleiben. wir wollten zum schönsten, der weiter im park lag. dafür mussten wir wieder durch einen fluss den wir zuvor durchqueren mussten. nur dass es 2 stunden früher einfacher war, da der fluss da nur bis zu den knöcheln ging. in meinem übereifer wollte ich schnell rüberlaufen und bin dabei etwas tief eingesunken, so dass meine hose fast ganz nass war. wir wurden darauf hin mit einem boot rüber gefahren. hin und zurück hat uns das 4$ gekostet. wir konnten den hübschen strand, das wunderbare meer und die tollen wellen leider nur kurz genießen, weil wir vor dem einbruch der dunkelheit wieder in san josé sein wollten. doch die 20 minuten im wasser haben sich gelohnt.
nationalpark manuel antonio


hm...der freitag fehlt. steht euch zur freien verfügung!

samstag: rafting (!)

den nächsten tag hatten wir uns für eine raftingtour reserviert. morgens um halb acht wurden wir abgeholt und bis zum rio sarapiquí gebracht. dort gabs die ausrüstung, schwimmweste, helm und paddel und dann stürzten wir uns in den gefährlichen fluss. in unseren gesichtern stand entschlossenheit geschrieben. nichts konnte uns aufhalten. uns lockte das risiko. das war ein erlebnis. ok, der fluß war nicht so reißend wie ich es mir erhofft hatte...wir konnten sogar 3 mal anhalten um schwimmen zu gehen. aber dafür hatten wir einen lustigen kapitän, der uns gleichzeitig noch etwas über die am fluß lebenden vögel erzählt hat. und, oh siehe da, wir haben einen tucan gesehen. hoch oben in einem baum, da hüpfte er. ich konnte meine aufregung kaum zurückhalten, so dass ich einen ungewollt lauten quietscher von mir gab, der den vogel verschreckt hatte. tja, zu dumm für die übrigen touris. eines meiner ziele also erreicht. fehlen nur noch die schildkrötenbeobachtung und das schnorcheln, was ich unbedingt noch erleben muss. auf halber strecke haben wir dann eine pause gemacht, wo die kapitäne der insgesamt 5 boote ananas, orange, banane und melone aufschnitten, die wir dann lecker mit kokoskeksen gegessen haben. zudem bestand die möglichkeit von einer 9m hohen hängebrücke zu springen. ließen sich die menzelgeschwister natürlich nich entgehen. „you might as well jump“ - ürre!
am ziel gabs dann erstmal ein bier und ne mahlzeit. lecka.
den rest des tages haben ich mit dem übrigen menzelsklan versucht in san josé mein geld für eine kamera zurück zu bekommen, die ich in übereile gekauft hatte und deren qualität letztendlich nich vorhanden war. ich mag aber nich weiter drüber reden. das macht mich nur depressiv. :(

sonntag: vulcan barva - eine märchenwelt

vaya. der ausflug auf den vulkan barva war zauberhaft. wirklich märchenhaft. schon die fahrt hoch war mysteriös. eine straße gabs nicht richtig, sondern bestand eigentlich einfach aus vielen großen steinen. der nebel gab den bäumen einen gruseligen „tatsch“. als wir am eingang des nationalparks ankamen war niemand dort. nur ein leerstehendes häuschen. wir haben uns dann also ohne zu bezahlen mutig auf den weg gemacht. was wir sahen war ziemlich eindrucksvoll. etwas was aussah wie riesiger rhabarber (komisches wort. musste nachschauen, wie es geschrieben wird). vermooste bäume die auf bäume wuchsen, die auf bäume wuchsen. ich fand besonders gut, dass ich mit meiner familie dort hingefahren bin, weil sie bis zu diesem zeitpunkt noch gar nicht die wunderbaren seiten der regenzeit kennengelernt hatten – matschige wege! es waren trotzdem alle ziemlich gut gerüstet, außer meine mutter, die mit ihren ballerinas herumgetanzt ist. na ja, nich schlimm. sie hat ja noch ein paar paare zuhause. außerdem hat der gute paps meine ma über die schlimmsten pfützen getragen. ei, wie fein.
als wir am krater waren wussten wir nich, dass wir am krater waren, weil dort drin der anblick eines hübschen sees erbot, in dem man, wenn er nicht so kalt wäre, sogar schwimmen könnte. ich dachte immer so was wäre giftig oder verursacht krebs oder so. wir verweilten ein wenig.
um uns rum schwirrten die ganze zeit die kolibris. aber auf keinem foto konnten wir einen erhaschen.
vulkan barva

zurück im hotel haben wir alles vorbereitet für unserem urlaub vom urlaub.
auf dem plan stand: 4 tage karibikküste.

mo - do: urlaub vom urlaub (ausflug an die karibikküste)

montag: strandtag im wunderbaren puerto viejo

da es in san josé ziemlich kalt ist (24 grad durchschnittstemparatur) und niemand ungebräunt aus einem sonnenland zurückkehren möchte haben wir uns entschieden 3 tage an die karibikküste zu fahren. wir sind erst spät los. wollten mal nich um 6 uhr aufstehen. Na ja, im endeffekt waren alle doch wieder um 6 wach, außer die jenny. die hatte ja schon etwas länger zeit sich an die zeitverschiebung zu gewöhnen. nach nem ausgiebigen frühstück haben wir die road gehittet. unser ziel war zunächst cahuita. nachdem der lonely planet aber werbung für die aus den häusernklingende reggaetöne und den tollen strand vom 5 km weiter liegenden dorf puerto viejo machte, entschieden wir uns doch für das touristenörtchen. Dort haben wir uns in das hotel „la costa de papito“ eingecheckt. Ein wirklich hübsches fleckchen. So wie man sich die karibik vorstellt. Hübsche palmen, kleine bungalows aus holz und mit palmenblääterdächern. auf der terasse eine hängematte und sonne den ganzen lieben langen tag. unser mit zebramuster bezogenen betten wurden mit mosquitonetzen verzieht, was auch nötig war (nur zu blöd, wenn die mücke dann in dem netz ist während man schläft *grummel*). wir waren so beeindruckt von den bungalows, das wir uns gleich entschieden haben noch ne nacht länger zu bleiben. tja, die meiste zeit haben wir dann das gemacht, was man im urlaub eben so macht: im strand gelegen, im sand gespielt, in den wellen getobt, die küste entlanggehen bis es nich mehr weiter geht, salzwasser schlucken, etc...

dienstag: oh, wie "schön" ist panama

auch der nächste tag hat so begonnen. gegen 3 hat sich familie menzel dann auf den weg zur grenze nach panama gemacht. die grenze war nur eine stunde weg und ich musste dringend dort hin um die zollbeamten zu bestechen, damit ich mein visum verlängert kriege. man sagte mir dass mich das ungefähr 10 dollar kosten würde. dort angekommen standen da schon einige leute rum. einer von denen hat gleich unser auto angehalten und gefragt was wir wollen. ich hab also nach den bedingungen gefragt um ein neues visum zu erhalten (hä, das ist jetzt nich so richtig deutsch, oder?) er also: na ja, sie müssen 72 stunden ausreisen oder aber sie geben mir 100 $ und ich regel den papierkram für sie... ich dann: ich hab gehört, dass kostet nur 10$. er dann: nee. wir dann: dann nicht, danke. haben also das auto geparkt, damit ich mit dem zollbeamten sprechen kann. nur benni und ich sind dann zur grenze. auf dem weg hat uns der typ dann noch zugenölt, dass sie uns nich mehr zurücklassen würden, etc. dann fragte ich nach seinem ausweis. hatte er natürlich nich. er dann noch: sie brauchen die zollbeamten auch gar nicht fragen, ob sie ihn kennen würden, weil die nein sagen werden, obwohl sie natürlich kennen....jaja, das lies meine skepsis wachsen. sein letztes angebot war dann noch 75$ aber auch hier hab ich dankend abgelehnt. der zolltyp war sehr nett und meinte nur, dass wenn ich heute noch zurück möchte, dann müsse ich mich beeilen, weil die grenze in 20 min zu macht. um zur gegenseite zu gelangen musste man über eine nicht gerade lückenlose holzbretterbrücke, die mir aufgrund de zeitmangels auch noch ziemlich lang vorkam. benni als mein begleitschutz. auf der anderen seite angekommen, hat die freundliche dame uns auch gleich einen einreisestempel gegeben. da kam dann ein anderer hinzu und meinte: das kostet was. ich so: wie viel? er so: hm....25$. ich so: hat man mir nich gesagt. ich frag da drüben mal nach. darauf hin kam ein weitere typ (sie wurden imme größer irgendwie) und hat uns dann noch mal gesagt: ihr müsst was bezahlen. und außerdem braucht ihr noch nen ausreisestempel. ich so: ich frag erstmal nach und jetzt muss ich mich beeilen, sonst komm ich ncih mehr aus dem land raus. er: ich weiß, ich arbeite mit denen. Ich: haben sie ein ausweis? er: wissen sie, ich spreche nich so gut englisch. dazu muss man sagen, dass er derjenige war, der die ganze zeit über englisch mit mir gesprochen hatte... na ja, letztendlich hatte er auch keinen ausweis und wir sind wieder zurück auf die andere seite, wo ir dann tatsächlch feststellen mussten, dass noch ein ausreisestempel von panama fehlt. miMttlerweile hatten wir nur noch 5 minuten zeit. wieder zurück. ich war schon etwas aufgelöst, von den vielen auf mich einredenen leuten, die geld haben wollten und den zeitdruck und die angst mit den leuten in panama bleiben zu müssen. doch es verlief alles glücklich. die frau hat ohne zu fragen unsere reisepässe gestempelt und als wieder jemand 25$ pro stempel haben wollte hat sie uns weiter gewunken. kurz bevor das gitter bei netten zollbeamten eingerastet war, konnten benni und ich noch durchschlüpfen. der zolltyp hatte schon alle seine sachen zusammengepackt und empfing uns mit einem freundlichen „ endlich“ ruckzuck hatte ich meinen stempel. außer atem habe ich noch gefragt ob ich irgendetwas bezahlen muss, doch der meinte nur: das nächste mal komm einfach ein wenig früher. erleichterung.
doch zu früh gefreut.die nächste überraschung erwartete uns an unserem auto, wo wir wieder von zweien angesprochen wurden, die meinten, dass wir 40 $ bezahlen müssten. der kleinere von denen wurde etwas agressiver und sagte:... or you get a problem! wir haben es geschafft uns ins auto zu setzen und mit einem drohenden „be careful on your way“ davonzukommen. lange story...will ich nich noch mal erleben. hat mir angst gemacht die ganze sache. oh, wie schön ist panama? tzz. nach einem cocktail am abend und einem leckeren steak (auf das wir allerdings 2 einhalb stunden warten mussten) war alles wieder vergessen.

mittwoch: nationalpark cahuita

der mittwoch hatten wir für den nationalpark cahuita reserviert. das ist der einzige nationalpark wo der wanderweg fast durchgängig parallel zum strand verläuft. diesmal war es also kein problem da mit meinen flipflops rumzulaufen. gerne hätte ich geschnorchelt, denn in cahuita befindet sich eines der zwei einzigen intakten korallenriffe costa ricas. leider war es a dem tag zu windig du das meer zu aufgewühlt. mist. diesmal konnten wir auch ohne naturführer viele tiere sehen. affen, faultiere, waschbären, krabben und das übliche. schien als sei es ein kinderfreundlicher park, weil man überall babies von den tieren sehen konnte.
schließlich haben wir uns nach 8 km „wanderung“ an den strand gelegt. leider war es etwas sehr windig so dass das wasser wärmer als „draussen“ war. der ausgang des parkes liegt ungefähr 6 km vom eingang. als der bus nicht so schnell kam wie wir es gerne hätten, hab ich einfach das nächste auto angehalten, das mich, meinen paps und meinen onkel dann auf der ladefläche mitgenommen hat, damit wir unser auto holen konnten. juchee. den rest der familie haben wir hinterher abgeholt. am abend waren wir noch lecker essen und haben uns schon einmal mit martinis und mojitos von der schönen karibikküste verabschiedet, denn am nächsten tag sollte es wieder zurück ins „kalte“ san josé gehen.

donnerstag: die wunderbare welt des kakaos

auf unserem rückweg am donnerstag haben wir dann noch halt auf einer kakaofarm gemacht. die führung hatten wir leider verpasst, weil wir bis zum mittag noch am strand rumlagen. aber man hatte mitleid mit uns, so dass man uns einen kleinen kostenlosen einblick erhielten. bei kaffee und echter schocki wurde uns die kakaobohne gezeigt. benni ließ sich bohnen zubereiten. wir konnten frei übers gelände laufen, haben uns das kakaomuseum angeschaut und das kleine reptiliengehege bestaunt. obwohl wir die tour also leider nich mitmachen konnten (auf der hätte man sogar seinen eigenen kakao herstellen können) haben wir doch eine ahnung von der wunderbaren welt des kakaos bekommen.
auf dem weg nach san josé überkam mich dann die idee mit meiner familie am nächsten tag doch noch nach liberia zu fahren, da zu schlafen und ihnen meine wohngegend und den nationalpark rincon de la vieja zu zeigen. der vorschlag wurde schnell akzeptiert.

karibikküste

freitag: rincon de la vieja

heimlich verfluchten wir den tag an dem die klimaanlage erfunden wurde. wir hatten uns alle erkältet. somit konnten wir die reise in mein liberia nur zu 4t antreten und mussten meinen onkel und meine tante im bettchen lassen. :(
die menzels machten soch aber um halb 7 auf den weg. schließlich stand uns ein langer tag bevor und wenn wir noch im hellen durch den rincón wandern wollten, mussten wir uns sputen.
wir waren in nur 3 1/2 stunden in liberia und nach einer weiteren stunde fahrt (sind zwar nur 20 km, aber der weg...tja, der weg) kamen wir am eingang des nationalparks an. ich habe meiner ma meine samba gegeben, damit sie wenigstens einen bisschen festeren halt hat im ganzen matsch. der ausflug hat sich gelohnt, weil ich ihnen zeigen konnte, was sie bisher noch nicht gesehen hatten: kristallklare seen und flüsse, verdammt große bäume und einen traumhaften wasserfall. wir legten einen ganz schönen marsch zurück. es waren eig nur 10 km aber der weg war so felsig und dazu kam noch, dass es vorher stark geregnet hatte. der wasserfall war unser ziel und der weg hat sich wirklich gelohnt. und als ob man uns noch zusätzlich belohnen wollte, wurden wir mit einem wunderbaren fotomotiv beschenkt, als ein regenbogen am wasserfall erschien. der rückweg war atemberaubend....aber nur weil wir uns soo beeilen mussten um noch vor halb 6 aus dem wald zu kommen. wir hatten keine taschenlampe dabei und kein handy und überhaupt nichts was uns hätte das leben retten können im finsteren, finsteren wald. letztendlich haben wir es doch noch geschafft. puh.
meine samba haben den trip nur sehr knapp überlebt. ich muss mich bald schwerenherzens von ihnen verabschieden.
rincón de la vieja

Mittwoch, 7. November 2007

verabschiedung

die nacht verbrachten wir im hotel "el punto". ein hotel von dem der lonely planet behauptet, eher in die innenstandt new yorks zu passen. war auch sehr hübsch das ganze. ohne käfer und ameisen noch besser. am abend zuvor hatte ich meinen eltern noch meine lieblingskneipe gezeigt, das "casa pueblo" aber wir haben nich lange durchgehalten.
tja, der nächste tag war schon der letzte tag. viel gemacht haben wir nicht mehr. was man halt so macht am letzten tag: souvenirs kaufen, sachen packen und sich bei der verabschiedung ganz fest drücken. denn ich bleib ja noch ein wenig hier.
das wars also schon wieder. der urlaub war vorbei. für mich ging es also erstmal ans auspacken, wäsche waschen und endlich wurden auch wieder die schulsachen herausgeholt. aber nur herausgeholt! nur um mich dran zu erinnern, dass ich irgendwann noch mal was machen muss.
alles im allen war der urlaub total toll. ich hab viel gesehen, was ich ohne meine familie nicht gesehen hätte und es war schön meine erlebnisse mit jemandem, der mir so nahe steht teilen zu können. meine eltern meinten, ich solle mir schon mal überlegen in welchem land ich das nächstes halbe jahr leben möchte, damit sie schonmal den flug und das hotel buchen können für ihren besuch. :o)

so, das wars erstmal von mir. au revoir.
hotel el punto