Samstag, 17. November 2007

mo - do: urlaub vom urlaub (ausflug an die karibikküste)

montag: strandtag im wunderbaren puerto viejo

da es in san josé ziemlich kalt ist (24 grad durchschnittstemparatur) und niemand ungebräunt aus einem sonnenland zurückkehren möchte haben wir uns entschieden 3 tage an die karibikküste zu fahren. wir sind erst spät los. wollten mal nich um 6 uhr aufstehen. Na ja, im endeffekt waren alle doch wieder um 6 wach, außer die jenny. die hatte ja schon etwas länger zeit sich an die zeitverschiebung zu gewöhnen. nach nem ausgiebigen frühstück haben wir die road gehittet. unser ziel war zunächst cahuita. nachdem der lonely planet aber werbung für die aus den häusernklingende reggaetöne und den tollen strand vom 5 km weiter liegenden dorf puerto viejo machte, entschieden wir uns doch für das touristenörtchen. Dort haben wir uns in das hotel „la costa de papito“ eingecheckt. Ein wirklich hübsches fleckchen. So wie man sich die karibik vorstellt. Hübsche palmen, kleine bungalows aus holz und mit palmenblääterdächern. auf der terasse eine hängematte und sonne den ganzen lieben langen tag. unser mit zebramuster bezogenen betten wurden mit mosquitonetzen verzieht, was auch nötig war (nur zu blöd, wenn die mücke dann in dem netz ist während man schläft *grummel*). wir waren so beeindruckt von den bungalows, das wir uns gleich entschieden haben noch ne nacht länger zu bleiben. tja, die meiste zeit haben wir dann das gemacht, was man im urlaub eben so macht: im strand gelegen, im sand gespielt, in den wellen getobt, die küste entlanggehen bis es nich mehr weiter geht, salzwasser schlucken, etc...

dienstag: oh, wie "schön" ist panama

auch der nächste tag hat so begonnen. gegen 3 hat sich familie menzel dann auf den weg zur grenze nach panama gemacht. die grenze war nur eine stunde weg und ich musste dringend dort hin um die zollbeamten zu bestechen, damit ich mein visum verlängert kriege. man sagte mir dass mich das ungefähr 10 dollar kosten würde. dort angekommen standen da schon einige leute rum. einer von denen hat gleich unser auto angehalten und gefragt was wir wollen. ich hab also nach den bedingungen gefragt um ein neues visum zu erhalten (hä, das ist jetzt nich so richtig deutsch, oder?) er also: na ja, sie müssen 72 stunden ausreisen oder aber sie geben mir 100 $ und ich regel den papierkram für sie... ich dann: ich hab gehört, dass kostet nur 10$. er dann: nee. wir dann: dann nicht, danke. haben also das auto geparkt, damit ich mit dem zollbeamten sprechen kann. nur benni und ich sind dann zur grenze. auf dem weg hat uns der typ dann noch zugenölt, dass sie uns nich mehr zurücklassen würden, etc. dann fragte ich nach seinem ausweis. hatte er natürlich nich. er dann noch: sie brauchen die zollbeamten auch gar nicht fragen, ob sie ihn kennen würden, weil die nein sagen werden, obwohl sie natürlich kennen....jaja, das lies meine skepsis wachsen. sein letztes angebot war dann noch 75$ aber auch hier hab ich dankend abgelehnt. der zolltyp war sehr nett und meinte nur, dass wenn ich heute noch zurück möchte, dann müsse ich mich beeilen, weil die grenze in 20 min zu macht. um zur gegenseite zu gelangen musste man über eine nicht gerade lückenlose holzbretterbrücke, die mir aufgrund de zeitmangels auch noch ziemlich lang vorkam. benni als mein begleitschutz. auf der anderen seite angekommen, hat die freundliche dame uns auch gleich einen einreisestempel gegeben. da kam dann ein anderer hinzu und meinte: das kostet was. ich so: wie viel? er so: hm....25$. ich so: hat man mir nich gesagt. ich frag da drüben mal nach. darauf hin kam ein weitere typ (sie wurden imme größer irgendwie) und hat uns dann noch mal gesagt: ihr müsst was bezahlen. und außerdem braucht ihr noch nen ausreisestempel. ich so: ich frag erstmal nach und jetzt muss ich mich beeilen, sonst komm ich ncih mehr aus dem land raus. er: ich weiß, ich arbeite mit denen. Ich: haben sie ein ausweis? er: wissen sie, ich spreche nich so gut englisch. dazu muss man sagen, dass er derjenige war, der die ganze zeit über englisch mit mir gesprochen hatte... na ja, letztendlich hatte er auch keinen ausweis und wir sind wieder zurück auf die andere seite, wo ir dann tatsächlch feststellen mussten, dass noch ein ausreisestempel von panama fehlt. miMttlerweile hatten wir nur noch 5 minuten zeit. wieder zurück. ich war schon etwas aufgelöst, von den vielen auf mich einredenen leuten, die geld haben wollten und den zeitdruck und die angst mit den leuten in panama bleiben zu müssen. doch es verlief alles glücklich. die frau hat ohne zu fragen unsere reisepässe gestempelt und als wieder jemand 25$ pro stempel haben wollte hat sie uns weiter gewunken. kurz bevor das gitter bei netten zollbeamten eingerastet war, konnten benni und ich noch durchschlüpfen. der zolltyp hatte schon alle seine sachen zusammengepackt und empfing uns mit einem freundlichen „ endlich“ ruckzuck hatte ich meinen stempel. außer atem habe ich noch gefragt ob ich irgendetwas bezahlen muss, doch der meinte nur: das nächste mal komm einfach ein wenig früher. erleichterung.
doch zu früh gefreut.die nächste überraschung erwartete uns an unserem auto, wo wir wieder von zweien angesprochen wurden, die meinten, dass wir 40 $ bezahlen müssten. der kleinere von denen wurde etwas agressiver und sagte:... or you get a problem! wir haben es geschafft uns ins auto zu setzen und mit einem drohenden „be careful on your way“ davonzukommen. lange story...will ich nich noch mal erleben. hat mir angst gemacht die ganze sache. oh, wie schön ist panama? tzz. nach einem cocktail am abend und einem leckeren steak (auf das wir allerdings 2 einhalb stunden warten mussten) war alles wieder vergessen.

mittwoch: nationalpark cahuita

der mittwoch hatten wir für den nationalpark cahuita reserviert. das ist der einzige nationalpark wo der wanderweg fast durchgängig parallel zum strand verläuft. diesmal war es also kein problem da mit meinen flipflops rumzulaufen. gerne hätte ich geschnorchelt, denn in cahuita befindet sich eines der zwei einzigen intakten korallenriffe costa ricas. leider war es a dem tag zu windig du das meer zu aufgewühlt. mist. diesmal konnten wir auch ohne naturführer viele tiere sehen. affen, faultiere, waschbären, krabben und das übliche. schien als sei es ein kinderfreundlicher park, weil man überall babies von den tieren sehen konnte.
schließlich haben wir uns nach 8 km „wanderung“ an den strand gelegt. leider war es etwas sehr windig so dass das wasser wärmer als „draussen“ war. der ausgang des parkes liegt ungefähr 6 km vom eingang. als der bus nicht so schnell kam wie wir es gerne hätten, hab ich einfach das nächste auto angehalten, das mich, meinen paps und meinen onkel dann auf der ladefläche mitgenommen hat, damit wir unser auto holen konnten. juchee. den rest der familie haben wir hinterher abgeholt. am abend waren wir noch lecker essen und haben uns schon einmal mit martinis und mojitos von der schönen karibikküste verabschiedet, denn am nächsten tag sollte es wieder zurück ins „kalte“ san josé gehen.

donnerstag: die wunderbare welt des kakaos

auf unserem rückweg am donnerstag haben wir dann noch halt auf einer kakaofarm gemacht. die führung hatten wir leider verpasst, weil wir bis zum mittag noch am strand rumlagen. aber man hatte mitleid mit uns, so dass man uns einen kleinen kostenlosen einblick erhielten. bei kaffee und echter schocki wurde uns die kakaobohne gezeigt. benni ließ sich bohnen zubereiten. wir konnten frei übers gelände laufen, haben uns das kakaomuseum angeschaut und das kleine reptiliengehege bestaunt. obwohl wir die tour also leider nich mitmachen konnten (auf der hätte man sogar seinen eigenen kakao herstellen können) haben wir doch eine ahnung von der wunderbaren welt des kakaos bekommen.
auf dem weg nach san josé überkam mich dann die idee mit meiner familie am nächsten tag doch noch nach liberia zu fahren, da zu schlafen und ihnen meine wohngegend und den nationalpark rincon de la vieja zu zeigen. der vorschlag wurde schnell akzeptiert.

karibikküste

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