Samstag, 11. August 2007

bienvenido en liberia

am nächsten tag, den 04.08. packte ich dann meine 7 sachen wieder zusammen, checkte aus und ließ mich zur pulmitan station in san josé kutschieren. der pulmitan fährt jeden tag stündlich von san josé nach liberia. ich muss gestehen, mir war etwas mulmig als ich in der bushaltestelle saß. ich kleines wohlbemerkt weißes und dazu noch blondes mädchen in der gefährlichen großstadt, das gepäck fest in der hand. ist alles irgendwie schon anders, aber letztendlich glaub ich, hab ich mich wohl einfach nur ein bisschen angestellt.
die nächsten 4 stunden verbrachte ich dann im bus. hin und wieder stiegen verkäufer hinzu, die ohrringe, kinder-lern-dvds oder refrescos an den mann bringen wollten. umgerechnet hat mich die fahrt übrgens ca. 4,50 euro gekostet. die öffentlichen verkehrsmittel sind hier allgemein sehr günstig. auch taxis sind bezahlbar. aus diesem grund hätte ich mir wohl auch lieber ein taxi zu meiner bleibe nehmen sollen anstatt mit 36 kilo gepäck eine halbe stunde durch liberia zu stapfen. die adresse lautete 400 meter nördlich vom lagerhaus. 400 meter entsprechen 4 häuserblöcke. zu dumm, dass es mehr als ein lagerhaus gab. hab mich dann bis zum ziel durchgefragt.
die nächsten 3 nächte verbrachte ich in cabinas noah. das ist wie eine pension mit zimmern. liebe leute haben mich dort empfangen. ich hab mich gern zu ihnen gesellt. hätte auch gerne viel mehr mit ihnen geredet, aber ich konnte mich nicht allzu gut ausdrücken. leider lagen die cabinas etwas weiter weg vom zentrum und obwohl liberia viel kleiner und sicherer ist als san josé sollte man auch hier abends nicht alleine rumlaufen. das schicksal hat mir dann aber in die hände gespielt. am zweiten tag hab ich mich mit einem deutschen mädel getroffen, die daniela. studivz hatte uns ermöglicht bereits vor unserem aufenthalt kontakt zu knüpfen. dani war seit 2 wochen in liberia und wohnt bei einer gastfamilie. und zufälligerweise hatte die gastfamilie eine nichte, die ebenso zimmer zu vermieten hatte. ich also hin um mir das anzugucken.... und nun lebe ich wohl im luxus: ein großes zimmer mit großem bett, kommode, fernseher und balkon. bad und küche teile ich mir mit 2 muchachas (und ein paar eidechsen, ameisen und hin und wieder mal nem schmetterling). klopapier darf hier nicht ins klo geworfen werden, sonst bricht das ganze system zusammen. hier in costa rica gibt es außerdem überwiegend nur kaltes wasser. das ist noch etwas gewöhnungsbedürftig. hin und wieder brauch ich da morgens um 6 ein wenig länger mich überwinden zu können. aber eigentlich ist es bei dem klima hier sehr angenehm. und gesund soll es ja auch sein. im hotel hatte ich dank eines elektroduschkopfes warmes wasser. es gibt da so einige gerüchte, dass so ein teil tödlich ist, aber das ist natürlich blödsinn...na ja, man sollte nicht dran rumspielen während da wasser läuft, aber sonst – unbedenklich. herd hab ich nicht, aber sonst ist alles da. und haltet euch fest: in der küche gibt’s es wlan. WLAN! und das alles für gerade mal 85 euro im monat. so lässt es sich leben :o) nun denk ich, dass ich mich eventuell der kultur entziehe. ich bin sowas von verwöhnt.
jetzt geht’s ab ans vokabeln lernen. fotos folgen. ist grad schon dunkel draußen. die sonne geht hier jeden abend schon um kurz nach 6 unter. dafür geht sie umso früher wieder auf. ihr werdets kaum glauben, aber ich schlaf hier nicht länger als acht. da hat man was vom tach.
olé

mi casa

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