Samstag, 1. September 2007

parque nacional santa rosa

ach, wie bin ich fröhlich. heut (31.08.) war ein guter tag. ich war im zauberhaften parque nacional de santa rosa. aber - neenee - nicht zum vergnügen. bin ja nicht zum spaß hier. wisst ihr ja. ich bin mit meinem team hingefahren, denn wir müssen zu 5 eine hausarbeit über die erhaltung und schonung der natürlichen ressourcen in einer öffentlichen organisation schreiben- falls ich es richtig verstanden hab.
heute morgen bin ich also mit der sonne aufgestanden, um um viertel vor 6 an der bushaltestelle zu sein, wo uns um punkt 6 ein bus nach la cruz bringen sollte. nach 10 minuten panischem rumrennen zwischen den 2 möglichen haltestellen, fiel mir dann wieder ein: die ticos nehms ja nich so genau mit der zeit. ich fand raus: auch die busse kommen wann sie wollen. der frühsport tat mir aber gut. ich war längst nicht mehr so müde. die mädels (helen, cindy, melissa und johanna) kamen dann kurz nach 6. erstmal bei „musmanni“ ein leckeres frühstück erkaufen: käsecrossaint, schoki-doughnut, irgendwas leckeres in blätterteig und ein fruchtsaft (ich will ja gesund leben) ;)
zwischendurch hab ich aus dem gespräch der übrigen mädels „10 kilometer laufen“ mitbekommen. hm..ok. immerhin hatte ich diesmal keine flipflops an J. um 7 ist der bus dann angekommen und ca. 30 minuten später waren wir am eingang des nationalparks santa rosa. lasst mich euch einmal die historische bedeutung dieses parks erklären:
er gehört zu den ältesten (1971) und größten (38674 fußballfelder) nationalparks costa ricas. er ist ein symbol nationalen stolzes, denn das land wurde insgesamt 3 mal von einer fremden streitmacht angegriffen und jedes mal wurden die angreifer in santa rosa geschlagen. la casona (seht ihr dann im fotoalbum) ist das hauptgebäude der hacienda santa rosa, wo der amerikaner william walker und seine truppe (abenteurer und piraten) am 20. märz 1856 nach einer 14 minütigen schlacht umzingelt und besiegt wurden. irgendwie wirklich komisch wenn man dann auf einmal auf so einem „kriegsplatz“ steht...
eintritt um diesen historischen schauplatz zu sehen: 6 dollar – für mich. für die weiße. einwohner kriegen rabatt. jedoch haben die mädels ein wenig rumdiskutiert und wegen „forschungsgründen" haben wir dann ganz kostenlos eintritt gewährt bekommen. und was für ein glück, da kam doch grad ein auto mit ladefläche vorbeigefahren. wir mussten die 10 km also doch nicht laufen, sondern haben stattdessen eine kleine abenteuerfahrt gemacht. heftige schlaglöcher mitgenommen und ein blaues popöchen auch. das war es wert.
angekommen sind wir dann aber doch noch ein paar kilometer gelaufen um die richtigen ansprechpersonen zu finden, die dann letztendlich keine zeit für uns hatten. also, hatten wir doch zeit die umgebung etwas zu erkunden. und was soll ich sagen: so grün. so mächtig. so beeindruckend. hab euch ein paar fotos hochgeladen.
um 11 waren wir zurück bei der info, wo wir erstmal eine mittagspause gemacht haben....frisch geschmierte sandwiches. danach sind wir irgendwie eingeschlafen. die herumkrabbelnden ameisen stören mich schon längst nicht mehr. mittlerweile weiß ich mich zu wehren. vor mücken hab ich allerdings noch großen respekt. einige davon übertragen nämlich das gefürchtete dengue-fieber. 1000de von menschen sind in cr jährlich betroffen. mit fieber, muskel-, kopf-, gelenkschmerzen, übelkeit, erbrechen, hautausschlag und einige tage im krankenhaus kann man rechnen. will ich nich! für kinder, die zweimal dran erkranken, kann es sogar tödlich sein. dafür ist es hier nicht tödlich, wenn man von einer tarantel gebissen wird. sieht zwar übel aus, juckt höllisch und dauert ein paar tage bis es abschwillt, aber ist nicht tödlich. helen ist das vor kurzem passiert. nach 2 tagen hat sie den verursacher des bisses in ihrem zimmer gefunden, hat die tarantel in die hand genommen und rausgesetzt. hm... da würd ich glaub ich eher mit hysterischen gekreische reagieren und panisch 911 rufen. die sind ja nicht ganz so klein, die hübschen tierchen.
anyway, um 1 uhr hab ich mich mit mädels dann wieder auf dem heimweg gemacht, da große regenwolken aufzogen. melissa und helen nehmen in dem nationalpark an einem projekt teil und sind wahrscheinlich gerade dabei schmetterlinge zu fangen, sie zu fotografieren, sie erhitzen und dann schockzugefrieren – ich wisst schon: forschungsgründe. die beiden mädels kümmern sich jetzt auch um die richtlinien des parkes. 10 km war uns auch auf dem rückweg zu lang, also beschlossen wir einfach am straßenrand zu warten, bis uns ein auto aus dem park zur nächsten bushaltestelle mitnimmt. hat beim zweiten auto dann auch geklappt und eine nette familie hat uns rumgefahren.
was bringt es aber auf einen bus zu warten, die kommen ja eh wenn sie kommen. wir sind die übrigen 30 minuten dann auch getrampt. hier scheint das üblich zu sein. lange warten mussten wir nicht, bis jemand angehalten hat. doch macht euch keine sorgen um mich. ich hab mein pfefferspray immer dabei. :o)

hier die pics:
parque nacional de santa rosa

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